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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtPolizei von Kyoto warnt mit unüberspringbarer YouTube-Werbung vor Kamera-Voyeurismus

Immer mehr Fälle im Zusammenhang mit Kamera-Voyeurismus werden gemeldet

Polizei von Kyoto warnt mit unüberspringbarer YouTube-Werbung vor Kamera-Voyeurismus

MA: Die Polizei in der Präfektur Kyoto hat eine Initiative gestartet, um gegen das heimliche Filmen und Fotografieren anderer Personen anzugehen.

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Teil der neuen Initiative ist das Schalten einer nicht überspringbaren Videoanzeige auf YouTube, die der Zuschauerschaft klarmacht, dass geheimes Filmen ein Verbrechen ist.

Kamera-Voyeurismus als weitverbreitetes Problem

Das Video wurde von der Abteilung für persönliche Sicherheit der Polizei der Präfektur Kyoto veröffentlicht und wird seit dem 14. Oktober auf YouTube und mehreren weiteren Plattformen gezeigt. Es ist sechs Sekunden lang und lässt sich nicht überspringen.

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Einen Monat lang soll es zu sehen sein. Das Video richtet sich an männliche Zuschauer, die 18 Jahre oder älter sind, in der Präfektur Kyoto leben und deren Suchverlauf bei Google Begriffe enthält, die auf Kamera-Voyeurismus hinweisen. Zu diesen gehören unter anderem die Begriffe „Peeping“ oder „Miniaturkamera“.

„Geheimes Filmen ist ein Verbrechen“, „Jemand schaut zu“, „Sie werden hart bestraft“ und andere Meldungen dieser Art sowie Piktogramme einer von Polizisten gefassten Figur tauchen in den Anzeigen auf und sorgen für eine angespannte Atmosphäre.

Immer mehr Fälle werden gemeldet

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Die Initiative ist eine Reaktion auf die wachsende Zahl der Fälle, die jährlich im Zusammenhang mit heimlichen Videoaufnahmen gemeldet werden.

Im Jahr 2020 gab es insgesamt 87 Festnahmen von Personen aufgrund von Kamera-Voyeurismus. Bis Ende September dieses Jahres waren es bereits 112 Festnahmen in vergleichbaren Fällen. Die Zahl der Fälle nimmt in einem beispiellosen Tempo zu.

Katsushi Nishida, Leiter der Abteilung, kommentierte: „Ich möchte, dass diejenigen, die sich die Anzeige angesehen haben, daran denken, dass sie erwischt werden (wenn sie Sneak-Filmmaterial aufnehmen). Wir hoffen, dass dies dazu beiträgt, Schäden zu vermeiden.“

Japan hat mit einer immer größer werdenden Flut an Straftaten dieser Art zu kämpfen und nicht nur in Kyoto reagiert man inzwischen auf diese Entwicklung. Auch andere Präfekturen haben dem Kamera-Voyeurismus den Kampf angesagt.

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