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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtPolizei von Tokyo nimmt mehrere Personen wegen organisierter Prostitution fest

Hälfte streitet Anschuldigungen ab

Polizei von Tokyo nimmt mehrere Personen wegen organisierter Prostitution fest

In Japan ist Prostitution streng verboten, was die Menschen aber trotzdem nicht davon abhält, dem Gewerbe nachzugehen. In Tokyo wurde nun mehrere Menschen deswegen von der Polizei festgenommen.

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Die Polizei von Tokyo bestätige am Dienstag, dass sie 13 Personen wegen des Verdachts der Unterstützung der Prostitution festgenommen haben. Ihnen wird vorgeworfen, über Dating-Webseiten Prostituierte vermittelt zu haben, womit sie gegen das Antiprostitutionsgesetz verstoßen haben.

Gruppe fand über soziale Medien seine Kunden

Nach bisherigen Ermittlungen soll es zu den Verstößen zwischen Mai und September dieses Jahres gekommen sein. Die Festgenommenen gaben sich auf Matchmaking-Websites und anderen sozialen Medien als Frauen aus, um Kunden zu finden. Wenn ein Angebot abgeschlossen wurde, wurde eine Prostituierte zu einem vereinbarten Orten in Shibuya und Shinjuku geschickt, wo sie sich mit ihrem Freier traf.

Die Polizei geht davon aus, dass es pro Tag zu etwa 60 Treffen an fünf verschiedenen Orten in Tokyo kam. Für jede Prostituierte mussten Kunden zwischen 20.000 Yen und 250.000 Yen (ca. 153 Euro und 192 Euro) bezahlen. Insgesamt wurden so um die 19 Millionen Dollar (ca. 16,4 Millionen Euro) verdient.

Japan geht hart gegen Prostitution vor

Aufmerksam wurde die Polizei auf die Gruppe nur durch eine Cyberpatrouille, Hinweise erhielten sie zuvor nicht. Sechs der Personen streiten alle Vorwürfe bisher ab. Die anderen sieben haben hingegen schon gestanden. Ob der Fall auch Konsequenzen für die Prostituierten und Freier haben wird, ist noch nicht klar.

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Das Japan weiterhin hart gegen Prostitution vorgeht, hängt primär mit der hohen Zahl an Minderjährigen zusammen, die im Sexgewerbe tätig sind, oft auch gegen ihren Willen. Ob in den aktuellen Fall auch Minderjährige verwickelt waren, bestätigte die Polizei allerdings nicht.

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