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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtPolizei von Tokyo verhaftet Fake-Reporter

Mann twittert falsche Meldungen

Polizei von Tokyo verhaftet Fake-Reporter

Heutzutage sind viele Reporter auf sozialen Medien unterwegs, um sofort über Ereignisse zu berichten. Doch nicht immer handelt es sich tatsächlich um echte Journalisten. Ein Mann aus Kyoto wurde kürzlich verhaftet, weil er sich als Reporter einer japanischen Zeitung ausgab.

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Das Tokyo Metropolitan Police Department bestätigte, dass sie am 10. Februar einen 58 Jahre alten Mann aus dem Kita Bezirk von Kyoto festgenommen haben. Er soll sich auf Twitter als ein Reporter der Mainichi Shimbun ausgeben haben und wird der Behinderung des Geschäftsbetriebs durch betrügerische Mittel verdächtigt.

Fake Reporter verbreitet falsche Informationen

Nach Angaben der Polizei verwendete er gleich zwei Accounts, die angeblich Journalisten von Mainichi Newspapers Co. in Osaka gehörten. Der eine wurde unter dem Namen Hisato Tsujii und der Zweite als Waichiro Tsujii geführt. Beide Personen existieren nicht unter den Mitarbeitern der Zeitung und sind deswegen vermutlich falsche Identitäten des Mannes.

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Während das nur ein leichtes Verbrechen ist, hat der Mann sich weitaus mehr zur Schulde kommen lassen. Mit den Accounts veröffentlichte er eine Anzahl an Falschmeldungen. Zwischen den 2. April 2020 bis zum 4. Juni 2020 wurden zahlreiche falsche Meldungen getwittert.

Es sollte laut Polizei dabei der Eindruck entstehen, dass die angeblichen Reporter Wissen über die Unterhaltungsindustrie hätten. Das führte dazu, dass das Misstrauen bei Lesern in einigen Bereichen gefördert wurde.

Zeitung spricht von böswilliger Identitätsfälschung

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Zusätzlich soll der Mann weiblichen Prominenten unangemessene Nachrichten gesendet haben. Unter anderen drohte er damit, dass er ihre Kariere zerstören wird. Mitarbeiter der Zeitung waren daraufhin gezwungen zahlreiche Beschwerden und andere Probleme zu bearbeiten, die durch die Tweets des Mannes ausgelöst wurden.

Die Mainichi meldete im Juni 2020 die Vorfälle der Kojimachi Police Station und beriet sich mit ihr. Nach einigen Nachforschungen fanden sie dann heraus, dass der Mann hinter den Accounts steckte. Der Festgenommene hat die Vorwürfe auch bereits vor der Polizei gestanden.

Die Mainichi veröffentlichte zur Festnahme eine Erklärung. In ihr bezeichnen sie die Situation als einen böswilligen Fall von Identitätsfälschung. Die Zeitung will die Untersuchungen weiter verfolgen und suchen ein Gespräch mit Twitter, da es noch einige offene Fragen gibt.

Viele hatten sich gefragt, wie der Mann so lange auf Twitter ungestört Falschmeldung verbreiten konnte. Twitter äußerte sich dazu bis jetzt nicht öffentlich. In Japan fallen dabei immer wieder Menschen auf offensichtliche Betrüger herein. Besonderes dreist war letztes Jahr der Fall eines Mannes, der sich jahrelang als Sänger der berühmten Band Dir En Grey ausgab.

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