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Präsident überfährt Senior

Präsident von Fujitsu Tochterunternehmen wegen tödlichem Unfall festgenommen

MS – In Japan besitzen Firmenvorstände eine große Vorbildfunktion. Aus diesem Grund sind viele nun von der Festnahme des Präsidenten eines Tochterunternehmens des Technikriesen Fujitsu wegen eines tödlichen Autounfalls schockiert.

Am Montag bestätigte die Polizei von Tokyo die Festnahme von dem 59 Jahre alten Toshikimi Hanaoka wegen eines tödlichen Autounfalls. Es handelt sich bei dem Mann um den Präsidenten von Fujitsu Semiconductor Ltd., die vor allem für die Produktion von leistungsstarken Arbeitsspeichern für technische Geräte zuständig sind.

Präsident überfährt Senior

Nach Angaben der Polizei kam es zu dem Unfall auf dem Parkplatz eines Einkaufskomplexes in Tokyo um etwa 13:30 Uhr. Hanaoka hat beim Rausfahren aus dem Parkplatz einen 83 Jahre alten Mann erfasst und überfahren. Laut bisherigen Ermittlungen bog Hanaoka wohl nach links ab und traf dabei den Mann, der auf dem Bürgersteig lief.

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Die Polizei nahm Hanaoka noch vor Ort fest und brachte ihn zur Befragung auf die Wache. Ein gerufener Krankenwagen brachte den schwer verletzten Mann in ein lokales Krankenhaus. Jegliche Hilfe kam jedoch zu spät und die Ärzte konnten nur noch den Tod feststellen.

Fußgänger wurde wohl übersehen

Hanaoka selbst gestand vor der Polizei alle Vorwürfe und somit den kompletten Unfall. Er gab dabei an, dass er den Fußgänger nicht gesehen habe und ihn deswegen erfasst habe. Wie weit Hanaoka schuld an dem Unfall ist, sollen nun weitere Untersuchungen klären. Ob er in Polizeigewahrsam blieb, ist nicht bekannt.

In den letzten Monaten hat sich der Verkehr in Japan eigentlich reduziert und insgesamt sind auch die tödlichen Unfälle zurückgegangen. Allerdings gibt es gleichzeitig in 12 Präfekturen einen teilweise extremen Anstieg an tödlichen Unfällen. Grund dafür sollen zum einem der geringere Verkehr sein, der zu überhöhten Geschwindigkeiten verführt, und Stress sowie Erschöpfung durch die derzeitige Situation.

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