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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtRegierungsangestellte aus Osaka wird wegen ausgetauschter Speichelprobe diszipliniert

Mitarbeiterin erhält Gehaltskürzung

Regierungsangestellte aus Osaka wird wegen ausgetauschter Speichelprobe diszipliniert

Bei einem Corona-Test ist es sehr wichtig, dass sich genau an die Anweisungen gehalten wird. Vor allem sollte die genutzte Speichelprobe auch von der Person stammen, die getestet wird. Das war einer Mitarbeiterin der Präfektur Osaka aber recht egal, was jetzt Konsequenzen hat.

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Die Präfekturregierung beschloss am 23. Juni das Gehalt der 47-jährigen Angestellten, die zur Sozialabteilung gehört, um 10 Prozent für sechs Monate zu kürzen. Grund für die Entscheidung war ein manipulierter Corona-Test, für den sie verantwortlich war.

Speichelprobe vom Kind war nicht ausreichend

Die Angestellte erhielt am 15. Dezember 2021 den Auftrag, einen Antigentest für ein Kind durchzuführen, das sich in einem Kinderberatungszentrums der Präfektur in der Stadt Tondabayashi befand. Das Kind wies Corona-Symptome auf und sollte in eine private Wohlfahrtseinrichtung verlegt werden.

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Für den Test wurde von dem Kind eine Speichelprobe genommen, die allerdings wohl nicht ausreichend war. Die Angestellte forderte daraufhin einen Untergebenen auf, den eigenen Speichel abzugeben, um ihn für den Test zu nutzen.

Da der Test anschließend negativ ausfiel, wurde das Kind in die neue Einrichtung gebracht. Dort soll es zu bisherigen Angaben zu keinem Ausbruch des Virus gekommen sein. Ob das Kinder allerdings wirklich negativ war, lässt sich nicht sagen.

Regierungsangestellte entschuldigt sich bei allen Betroffenen

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Die manipulierte Speichelprobe wurde erst diesen Februar bekannt, nachdem der betroffene Mitarbeiter einem Kollegen davon berichtet hatte. Der Untergebene erhielt zusammen mit dem damaligen Chef der Angestellten eine Verwarnung für den Vorfall.

Die Frau erklärte im Nachhinein, dass sie sich unter Druck gesetzt gefühlt hat, weil die Abgabefrist bevorstand. Sie entschuldigte sich zutiefst für ihre, nach eigenen Angaben, bösartige Handlung, die das Vertrauen geschädigt hat und den Verrat an der Sozialeinrichtung sowie dem Kind.

Als Reaktion auf den Vorfall will die Präfektur das Problem ernst nehmen. Es sollen Maßnahmen getroffen werden und unter anderem sollen Tests direkt in einer medizinischen Einrichtung durchgeführt werden, wenn es möglich ist. Das war übrigens nicht der erste Corona-Skandal für Osaka. Schon 2020 setzt sich der Gouverneur mit seinen Aussagen zu Gurgelmedizin ins Fettnäpfchen.

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