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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtReis-Diebstähle in Saitama werden zu einem ernsthaften Problem

Bauern sollen vorsichtiger sein

Reis-Diebstähle in Saitama werden zu einem ernsthaften Problem

Einbrüche und Diebstähle auf Farmen kommen immer wieder in Japan vor. Zurzeit nehmen vor allem die Reis-Diebstähle zu und werden zu einem ernsthaften Problem, sodass die Polizei nun warnt.

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Die Polizei von Saitama und der landwirtschaftlichen Genossenschaft JA Saitama Mizuho haben Reisbauern aufgefordert so schnell es geht die Sicherheit auf ihren Farmen zu erhöhen. Grund dafür ist die massive Zunahme an Reis-Diebstähle. Seit letztem Jahr wurden in der Präfektur 67 Diebstähle von Reis bestätigt.

Reisdieben wird es oft sehr leicht gemacht

Einer der Betroffenen ist der 71 Jahre alte Yutaka Kobayashi aus Satte. Bei ihm wurden eines Morgens im Mai letzten Jahres 18 Säcke Reis aus dem Kühllager seiner Farm gestohlen. Die etwa 540 Kilogramm des Getreides hatten einen Wert von 126.000 Yen (ca. 953,52 Euro).

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Das Lager war zwar verschlossen gewesen, die Täter hatten es aber vermutlich mit dem Schlüssel geöffnete, der sich auf dem Schrank neben der Tür befand. Ebenfalls hatten sie das Sicherheitslicht mit Bewegungsmelder ausgesteckt. Kobyasashi sagte zu dem Einbruch, dass er nicht erwartet hatte bestohlen zu werden und er deswegen den Schlüssel draußen ließ.

Die meisten Bauern bereuen es im Nachhinein so nachlässig gewesen zu sein und rufen ebenfalls dazu auf, die Maßnahmen zu verschärfen. Ein Vertreter der landwirtschaftlichen Genossenschaft sagte, dass die Farmer in dieser Jahreszeit sehr vorsichtig sein sollen, da sie nur noch weniger Lagerbestände von dem neuen Reis vom letzten Jahr haben und so eher unvorsichtig werden.

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Auch der Reis von Kobayashi war vom Herbst 2019 und die Sorte Koshihikari, die wichtigste Reissorte Japans. Seine 200 Säcke verkauft er schrittweise übers Jahr. Er war deswegen traurig, dass er den letzten Rest nicht wie geplant an die Kunden verkaufen konnte, die sich schon darauf gefreut hatten.

Sicherheitsmaßnahmen sollen verstärkt werden

Er hat aber aus den Fehlern gelernt. Sein Lagerraum ist nun dreifach verschlossen und zusätzlich parkt die Reispflanzmaschine vor der Tür. Ebenfalls hat er eine Überwachungskamera und eine Lampe angebaut. Kobayashi betont, dass übermäßiges Selbstvertrauen der größte Feind ist und man nicht vorsichtig genug sein kann.

In vielen Fällen wird der Reis aus den unverschlossenen Lagerhäuser oder anderen Gebäuden auf dem Gelände der Farmen gestohlen. Besonders stark betroffen ist der östliche Teil der Region, wobei sich die Polizei bisher nicht erklären kann wieso.

Es wird empfohlen mindestens zwei Schlösser an den Lagerräumen zu haben. Dazu soll der Schlüssel sicher im Haus aufbewahrt werden. Zusätzlich werden Überwachungskameras, Lampen und Kies als Maßnahmen gegen Diebe empfohlen.

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Das die Diebstähle in naher Zukunft aufhören ist unwahrscheinlich. Wie bei den zahlreichen Obstdiebstählen im letzten Jahr, geht die Polizei davon aus, dass eine Gruppe hinter den Verbrechen steht. Sie untersuchen die Fälle bereits auf eine direkte Verbindung.

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