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HomeNewsKriminalität & RechtRiesiger Seegurken-Raub wird von japanischer Küstenwache verhindert

Menge überraschte Behörden

Riesiger Seegurken-Raub wird von japanischer Küstenwache verhindert

In Japan werden öfter Dinge in großen Mengen gestohlen, die auf den ersten Blick nicht wirklich wertvoll wirken. So auch Seegurken und der Küstenwache gelang es kürzlich, vermutlich einen der bisher größten Raube zu verhindern.

Am 8. Juli traf die Rumoi Küstenwache an der Küste von Tomamae in Hokkaido auf Schlauchboot mit Motor. Sie hatten zuvor einen Hinweis bekommen, dass an dem Tag es zu einem Diebstahl kommen soll und patrouillierten am frühen Morgen in der Gegend.

Seegurken im Wert von Tausenden Euros

Tatsächlich lag der Tipp richtig. Als das Boot an Land anlegte, wo bereits die Polizei wartete, wurden an Bord Tauchausrüstung, Tauchmaschinen und 688,3 Kilogramm an Seegurken gefunden. Die elf Personen in dem Boot wurden daraufhin sofort festgenommen.

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Die gefundenen Seegurken hatten umgerechnet einen Verkaufswert von 2,2 Millionen Yen (ca. 16.821 Euro). Neben der Menge überraschte die Polizei allerdings noch was anderes. Bei den Dieben handelte es sich nicht wie üblich um Mitglieder der Yakuza, die für ihre Seegurken-Diebstähle berüchtigt sind, sondern um ganz normale Bürger.

Mögliche Verbindungen zum organisierten Verbrechen

Die Personen im Alter von 19 bis 53 Jahren kamen unter anderen aus Sapporo und Otaru. Sie hatten dazu verschiedene Berufe und sich erst kürzlich kennengelernt. Laut Befragungen waren sie mit unterschiedlichen Aufgaben betreut. Einer hielt Wache, ein anderer war für den Transport zuständig und ein weiterer Mann sammelte die Seegurken.

Aufgrund des Aufbaus des Raubzugs untersucht die Polizei, ob es nicht doch eine Verbindung zum organisierten Verbrechen gibt. Ebenfalls muss nun bewiesen werden, dass die Gruppe die Beute ins Ausland schmuggeln wollte. Da die Untersuchungen noch laufen wurde deswegen nur eine vorläufige Anklage wegen Verletzung des Fischereigesetzes eingereicht.

Japan versucht seit Jahren den illegalen Fang von Seegurken zu bekämpfen. Trotz härterer Strafen gibt es immer wieder Raubzüge, denn auch wenn das Risiko hoch ist, ist die Nachfrage vor allem in China enorm und der Schmuggel ist sehr lukrativ.

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