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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtTeenagergruppe wird wegen "Papakatsu"-Raub in Tokyo festgenommen

Ein "Papakatsu"-Vorfall im Lebenslauf kann schwerwiegende Folgen haben

Teenagergruppe wird wegen „Papakatsu“-Raub in Tokyo festgenommen

In Japan wurden sechs Jugendliche festgenommen, die verdächtigt werden, gemeinsam einen „Papakatsu“-Raub begangen zu haben. Das gab die Polizei am Donnerstag bekannt. „Papakatsu“ ist ein Obergriff für Fälle, bei denen ein Mann einem jungen Mädchen im Austausch für ein Date Geld gibt.

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Die Jugendlichen sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und sollen einen 30-jährigen Mann in Tokyo erpresst und ausgeraubt haben.

„Papakatsu“

„Papakatsu“-Vorwürfe wiegen in Japan sehr schwer und können extreme Auswirkungen auf die berufliche Laufbahn der jeweiligen Person haben.

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Erst im Juli diesen Jahres trat ein Mitglied des Repräsentantenhauses aufgrund von „Papakatsu“-Vorwürfen aus der Regierungspartei LDP aus.

Eine Zeitschrift hatte im Rahmen eines Enthüllungsartikels über ein Treffen zwischen ihm und einer 18-jährigen Studentin berichtet, mit der er für 40.000 Yen (etwa 277,92 Euro) zu Abend gegessen und Alkohol getrunken haben soll.

Erpressung und Raub

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Nach Angaben der Polizei hatte der Mann in diesem aktuellen Fall das Mädchen über die sozialen Medien kontaktiert und sich dann mit ihr am 22. August an einem Bahnhof in Tokyo getroffen.

Das Mädchen schlug ihm vor, gemeinsam zu einem Park in Kawasaki zu fahren. Er stimmt dem Vorschlag zu und sie fuhren zu dem vorgeschlagenen Ziel. Dort empfingen sie die Jungen aus ihrer Gruppe.

Die Jugendlichen drohten, ihn der Polizei auszuliefern, und zwangen ihn daraufhin, Kopfhörer und Kleidung zu kaufen. Letztendlich stahlen sie auch das Auto des Mannes, das einen Wert von gut einer Million Yen (etwa 6.948 Euro) hatte.

Das Metropolitan Police Department untersucht aktuell, ob die Gruppe den Mann auch über eine Million Yen in bar erpresst hat.

Die junge Frau gab gegenüber der Polizei an, dass sie zwar gedacht hätte, sie würde etwas Geld bekommen, sie aber nicht erwartet hätte, dass das Auto gestohlen werden würde.

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