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Home News Kriminalität & Recht Tokyoter Polizei nimmt Betreiber von Werbebannerseite wegen Werbung für obszöne DVDs fest

Mann soll seit Jahren Verkauf von obszönen DVDs gefördert haben

Tokyoter Polizei nimmt Betreiber von Werbebannerseite wegen Werbung für obszöne DVDs fest

Bannerwerbung ist auf japanischen Webseiten wirklich nichts Ungewöhnliches. Auch etwas freizügigere Werbung auf Seiten für Erwachsene ist relativ normal. Umso überraschender kommt nun die Festnahme eines Betreibers von Bannerwerbung, weil er für angeblich obszöne DVDs warb.

Das Tokyo Metropolitan Police Department bestätigte am Donnerstag die Festnahme eines 50 Jahre alten Mannes aus Aboa, Sendai, welcher der Präsident einer Internet-Werbefirma ist. Ihm wird vorgeworfen seit Oktober 2018 Bannerwebrung für um die 70 DVDs gemacht zu haben, die als obszön eingestuft wurden.

Werbebanner führten zu Händlern mit obszön DVDs

Es ist tatsächlich das erste Mal, dass es durch die Metropolitan Police zu so einer Festnahme kommt. Bisher wurde noch nie der Betreiber einer Webseite wegen der Werbung für pornografische DVDs belangt. Viele zeigten sich deswegen sehr überrascht, dass der Mann wegen der Förderung von Obszönitäten belangt werden soll.

Mehr zum Thema:  Mehrere Kinderporno-Händler stellen sich in Japan der Polizei

Dem Betreiber wird dabei direkt vorgeworfen, dass er mit der Werbung den Verkauf von obszönen DVDs gefördert hat. Genauer erklärte die Polizei, dass der Mann am 13. Februar 2020 ein Werbebanner zu einen Online-Händler von pornografischen DVDs verknüpft hatte.

Dem Betreiber soll dabei bewusst gewesen sein, dass auch obszöne DVDs verkauft werden und er mit der Werbung den Verkauf unterstützt. Mit der Werbung auf seiner Seite selbst soll der Betreiber insgesamt um die 386.670 Euro eingenommen haben wobei er pro Anzeige pro Monat zwischen 161 Euro bis 281 Euro nahm.

Betreiber war sich nicht bewusst, dass die Werbung verboten ist

Die Verbindung zu der Werbung und den obszönen DVDs stellte die Polizei bei einem anderen Fall fest. Sie hatten im Juli eine Person festgenommen, die im Besitz von pornografischen DVDs zum Verkauf war. Die Bannerwerbung von dem Händler wurde dann später auf der Seite des Betreibers gefunden.

Vor der Polizei hat der Mann die Beschuldigungen bereits zugegeben. Er gab dabei an, dass er dachte, dass es okay sei, nur Werbung zu posten. Die Banner hatte er auf seiner eigenen Seite veröffentlicht, die auf die Veröffentlichungen von DVDs spezialisiert war.

Die Festnahme des Mannes kommt zu einem Zeitpunkt, wo die Frage nach dem Gesetz zu angeblich obszönen Produkten hinterfragt wird. Erst kürzlich musste die Kyoto University eine Video zu einem Event über Bondage entfernen, da die gezeigte Live-Vorführung teilweise obszön betrachtet wurde und es eine Beschwerde gab. Allerdings griffen in dem Fall nicht die Behörden ein, sondern die Universität handelte im eigen Ermessen.

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