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Home News Kriminalität & Recht "Twitter-Killer" endgültig zur Todesstrafe verurteilt

Anwälte ziehen Berufung wieder zurück

„Twitter-Killer“ endgültig zur Todesstrafe verurteilt

Ende letzten Jahres kam es zum Schuldspruch gegen den sogenannten „Twitter-Killer“, der neun Menschen ermordete. Am Dienstag wurde nun das Todesurteil endgültig bestätigt.

Am 18. Dezember hatte das Verteidigungsteam von dem 30 Jahre alten Takahiro Shirashi Berufung gegen das Todesurteil eingelegt. Zuvor hatte ihn das Gericht am 15. Dezember des Mordes und Zerstücklung von acht Frauen und einem Mann im Alter von 15 bis 26 Jahren schuldig gesprochen.

„Twitter-Killer“ akzeptiert Urteil

Der Täter selbst hatte noch vor dem Schuldspruch angegeben, dass er keine Berufung einlegen will, auch wenn er das Todesurteil erhält. Tatsächlich zogen seine Anwälte bereits am 21. Dezember die Berufung ohne weiter Erklärung wieder zurück, wie die Tachikawa Abteilung des Tokyo Bezirksgerichts angab. Der Chefverteidiger bestätigte dazu, dass sie nicht vorhaben ihre Entscheidung rückgängig zu machen.

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Shirashi hatte über Twitter die Opfer bei sich eingeladen, nachdem sie Selbstmordwünsche geäußert hatten und er ihnen anbot zu helfen. Bei sich zu Hause erwürgte er die Opfer dann, stahl ihr Bargeld, zerstückelte sie und versteckte die Leichenteile in seiner Wohnung in Zama, Kanagawa.

Polizisten fanden später nach einer Durchsuchung die sterblichen Überreste in mehreren Kühlschränken. Bei den Frauen soll der Mörder zusätzlich alle noch sexuell Belästigt haben. Alle Morde erfolgten zwischen August und Oktober 2017.

Verbrechen sei eins der bösartigsten in Japans Geschichte

Seine Anwälte hatten argumentiert, dass sich Shirashi nur Mordes mit Einverständnis schuldig gemacht habe, da die Opfer angeblich sterben wollten. Die Unterhaltungen über Twitter sollten das bestätigen. Das Gericht stimmte dem jedoch aufgrund verschiedener Hinweise nicht zu.

Ebenfalls wiesen sie die Behauptung ab, dass der Mann während der Tat entweder nicht geistig zurechnungsfähig war oder allgemein nur vermindert mental zurechnungsfähig ist. Der Vorsitzende Richter gab stattdessen an, dass Shirashi’s Motiv Profit und sexuelle Befriedigung war. Weiter gab er an, dass die Bösartigkeit des Verbrechens auf ein Niveau ist, das in Japans Geschichte selten zu finden ist.

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