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Polizeieinsatz verläuft anders als erwartet

Video der japanischen Polizei bei einer Hausdurchsuchung sorgt für Belustigung

Die japanische Polizei gilt als besonders effizient und erfolgreich bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Die meiste Zeit sind die Einsätze nicht wirklich spektakulär. Kürzlich gab es in Tokyo jedoch eine eher ungewöhnliche Hausdurchsuchung, von der Ausschnitte im Netz landeten. Innerhalb von Minuten verbreitet sich der lustige Clip wie ein Lauffeuer durch das Internet.

Das nur 41 Sekunden lange Video ist eine Zusammenfassung der Berichterstattung der Mainichi Shimbun und wurde auf dem offiziellen Twitter-Account der Zeitung veröffentlicht. Zu sehen ist der Einsatz der Polizei von Tokyo am Freitag um etwa acht Uhr bei der Hausdurchsuchung des Zenshinsha Hauptquartieres der Japan Revolutionary Communist League, die auch als Chukaku-ha bekannt ist.

Auch Polizisten müssen sich an Corona-Maßnahmen halten

Die Beamten gehen dabei ziemlich schnell zur Sache und versuchen mit Kreissägen das Tor des Gebäudes aufzusägen. Dann passiert allerdings etwas Unerwartetes. Direkt neben dem Tor geht plötzlich eine Tür auf und zwei Herren schauen kurz gemütlich zu, bevor sie energisch die Polizisten stoppen und es zu einer kleinen Rangelei kommt.

Mehr zum Thema:  Polizei in Tokyo kontrolliert verstärkt das Nachtleben

Anschließend unterhält sich einer der Männer, welcher ein Vertreter der Gruppe ist, mit den Beamten. Laut Angaben der Zeitung wurde darüber diskutiert, ob die Hausdurchsuchung rechtens ist. Am Ende ist dann zu sehen, wie alle Beteiligten der Polizei brav in einer Reihe vor der Tür stehen und bei sich Fieber messen lassen, bevor sie in das Hauptquartier gelassen werden.

Auf Twitter sorgte das Video für viele Lacher und Klicks. Bis Sonntagmorgen hatten sich bereits 4,9 Millionen Menschen den Einsatz angeguckt und das Video mehr als 14 Tausend mal geteilt. Zahlreiche Nutzer meinten amüsiert, dass in Japan selbst die Polizei sich benehmen und an Coronamaßnahmen halten müsse.

Nicht die erste Hausdurchsuchung bei der Gruppe

Einige wiesen darauf hin, dass das Tor wohl schon öfter mal aufgesägt wurde und es für die Gruppe wohl nicht die erste Durchsuchung ist. Viele stellten sich die Frage, warum die Beamten es nicht einfach zu Anfang mit Klopfen versucht haben. Andere zeigten sich hingegen beeindruckt, wie friedlich und geordnet die Aktion ablief.

Auch wenn das Video vielleicht lustig anzusehen ist, hatte die Aktion für die Polizei einen ernsten Hintergrund. Die Gruppe gilt als extrem und wird deswegen von den Behörden aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit überwacht. Bei der drei Stunden langen Durchsuchung selbst wurden zahlreiche Unterlagen und andere Dinge beschlagnahmt.

Die Durchsuchung selbst hängt aber wohl diesmal nicht mit einem Vorfall zusammen, sondern unter anderen mit dem Auftreten des Vorsitzenden, dem 83 Jahre alten Takeo Shimizu, der sich im September zum ersten Mal seit 51 wieder Öffentlichkeit gezeigt hat. Bei einer Demo hatte er angeben, dass er die Verantwortung für die stagnieren Aktivitäten und die Verwirrung in der Gruppe tragen will. Shimizu soll laut Mainichi an dem Tag der Durchsuchung auch anwesend gewesen sein.

Polizei wegen kommender Versammlung besorgt

Dazu wurde am 12. Oktober der 48 Jahre alte Aktivist und Gruppenmitglied Yasuyuki Yagi wegen Falschangaben festgenommen. Er hatte bei der Beantragung zur neuen Corona-Wohnhilfe seinen Führerschein vorgezeigt, laut dem er im Hauptquartier wohnt, was jedoch nicht stimmt.

Aus dem Grund wurde wohl die Hausdurchsuchung angeordnet. Yagi wird von der Polizei vorgeworfen im Untergrund zu leben und Gelder sowie Anweisungen den aktiven Mitgliedern zu geben. Am 1. November soll eine Arbeiterveranstaltung im Hibiya Park stattfinden, weswegen die Polizei besonderes auf ungewöhnliche Aktivitäten achtet.

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