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HomeNewsKriminalität & RechtVier Elektriker im Vorfeld von Olympia wegen Kokainkonsums festgenommen

Arbeiter aus den USA und Großbritannien

Vier Elektriker im Vorfeld von Olympia wegen Kokainkonsums festgenommen

Für die Olympischen Spiele kommen neben Athleten auch zahlreiche Angestellte und Helfer nach Japan. Vier Männer, die als Elektriker arbeiten sollten, wurden nun verhaftet.

Grund für die Verhaftung der Männer aus den USA und Großbritannien war der Verdacht auf den Konsum von Kokain. Die Männer wurden zwischen dem 3. und 5. Juli verhaftet und bestreiten die Vorwürfe.

Test ergab Kokainkonsum

Die Männer waren zwischen Februar und Mai nach Japan gekommen, um an Wartungsarbeiten für elektrische Generatoren teilzunehmen, die an den Austragungsorten der Spiele in Tokyo zum Einsatz kommen. Alle begannen ihre Arbeit, nachdem sie eine 14-tägige Quarantäne absolviert hatten.

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Am 2. Juli waren alle vier ab etwa 20 Uhr in einer Bar im zentralen Stadtteil Roppongi der Hauptstadt. Nachdem sie die Bar verlassen hatten, sei einer der Verdächtigen dann in eine nahegelegene Wohnung eingedrungen, woraufhin die Polizei zum Tatort geeilt war, so die Polizei.

Die Ergebnisse der Drogentests, die bei den vier Männern durchgeführt worden waren,  deuteten klar auf einen Konsum von Kokain hin, hieß es.

Unternehmen entschuldigt sich

Der olympische Minister Tamayo Marukawa sagte am Dienstag auf einer Pressekonferenz: „Wenn ihr Verbrechen sich als wahr herausstellt, ist das ein Vorfall, der dem Image der Spiele schaden könnte. Es ist wirklich unglücklich.“

Die vier Personen, die verdächtigt werden, zwischen dem 3. und 4. Juli Kokain konsumiert zu haben, sind Angestellte der in Tokyo ansässigen Aggreko Events Services Japan, einer lokalen Tochtergesellschaft einer Firma in ausländischem Besitz, die mit Stromgeneratoren handelt.

Das Unternehmen teilte mit, dass es voll mit den polizeilichen Ermittlungen kooperierte und dass die vier Männer von ihren Posten suspendiert worden seien.

„Wir entschuldigen uns zutiefst für alle Unannehmlichkeiten, die dieser Vorfall für das japanischen Volk, das Organisationskomitee der Olympischen und Paralympischen Spiele in Tokio, die Athleten und die vielen Menschen, die für die Sicherheit der Olympischen Spiele in Tokio arbeiten, verursacht haben könnte“, hieß es in einer Erklärung.

Ähnliche Vorfälle sollen verhindert werden

Die Organisatoren der Spiele sagten, sie hätten eine Warnung an Aggreko Events Services Japan ausgesprochen und sie aufgefordert, dafür zu sorgen, dass keine ähnlichen Vorfälle mehr auftreten.

Angesichts des Vorfalls sagte Marukawa: „Unnötige nächtliche Ausflüge werden nicht toleriert, auch nicht nach Ablauf der Quarantänezeit.“

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