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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtWeiteres Krankenhaus in Japan von einem mutmaßlichen Hackerangriff betroffen

Auch Krankenhäuser bleiben nicht von Cyberangriffen verschont

Weiteres Krankenhaus in Japan von einem mutmaßlichen Hackerangriff betroffen

Ein mutmaßlicher Hackerangriff hat kürzlich den Versorgungsdienst eines Krankenhauses der Stadt Kasugai in der Präfektur Aichi unterbrochen. Das betroffene Kasugai-Rehabilitationskrankenhaus gab nun am 20. Januar bekannt, dass sie ihre Server aufgrund der Vorkommnisse vorübergehend heruntergefahren hätten.

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Mit dieser Maßnahme reagiert das Krankenhaus auf die Probleme, die kurz zuvor im Zusammenhang mit einigen elektronischen Krankenakten und den medizinischen Abrechnungssystemen aufgetreten waren.

Ein unbefugter Zugriff könnte die Probleme verursacht haben

Da man aufseiten des Krankenhauses einen unbefugten Zugriff vermutete, informierte man umgehend die Polizei über die Geschehnisse sowie die entstandenen Schäden.

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Laut des Krankenhauspersonals seien auch weiterhin medizinische Untersuchungen und Krankenhausaufenthalte möglich.

Allerdings habe der aufgetretene Fehler Röntgenbilder sowie Magnetresonanztomographie (MRT)-Untersuchungen und andere Daten unzugänglich gemacht, was zumindest einige der medizinischen Dienste der Einrichtung beeinträchtigen würde.

Ursache für den Systemfehler noch unklar

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Der Systemfehler selbst war am 12. Januar entdeckt worden. Die Daten von zehntausenden Personen sind betroffen. Ein Zugriff auf Krankenakten, Röntgenbilder sowie auch ältere Datensätze sind dem Krankenhauspersonal wegen des Hackerangriffs momentan nicht möglich.

Ein persönliches Datenleck konnte bisher allerdings nicht festgestellt werden.

Nicht der erste Hackerangriff dieser Art

Das Personal des Nippon Dental University Hospital in Tokyo meldete erst am 14. Januar ähnliche Probleme. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Störungen in diesem Fall aufgrund eines Computervirus auftraten.

Nur wenige Monate zuvor war das städtische Krankenhaus in Tsurugi ein Opfer von Ransomware geworden, also einem System, das die gespeicherten Daten anderer Systeme verschlüsseln und dafür sorgen kann, dass den Betroffenen nur noch eine Zahlungsaufforderung angezeigt wird.

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Die Opfer werden also aufgefordert, ihr System wieder ‚freizukaufen‘. Die Idee: Wer zahlt, erhält den passenden Entschlüsselungscode für sein System und somit wieder seinen Zugriff zurück.

Das Krankenhaus von Tsurugi hat sich allerdings bereits dazu entschieden, die geforderte Summe nicht zu bezahlen.

Ransomware wird aber nicht nur in Japan, sondern weltweit zu einem immer größer werdenden Problem. Die Fälle, in denen Unternehmen und Institutionen zu Opfern von Cyberangriffen werden, häufen sich.

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