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Zahl der Anzeigen wegen Stalking leicht gesunken

Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt in Japan erneut gestiegen

Die Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt sind in Japan 2020 auf ein Rekordhoch geklettert. Insgesamt betrug die Zahl der Konsultationen 82.643 und damit den höchsten Wert seit Inkrafttreten des Gesetzes gegen Gewalt in der Ehe im Jahr 2001.

Die nationale Polizeibehörde sieht den Grund darin, dass die Menschen wegen der Pandemie mehr Zeit zu Hause verbracht haben.

Polizei wurde in 8.778 Fällen aktiv

Die Zahl der Anzeigen wegen häuslicher Gewalt stieg um 436 gegenüber 2019. 76,4 Prozent der Opfer waren Frauen.

23,4 Prozent der Opfer waren in den 20er-Jahren, 27,0 Prozent in den 30er-Jahren und 22,9 Prozent in den 40er-Jahren.

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Insgesamt 75,9 Prozent der Täter waren Männer, davon waren 26,3 Prozent in den 30er-Jahren und 23,9 Prozent in den 40er-Jahren.

Insgesamt wurde die Polizei in 8.778 Fällen aktiv, davon betrafen 5.183 schwere Körperverletzung, in 2.626 Fällen ging es um leichte Körperverletzung. In 110 Fällen ging es um versuchten Mord.

Laut den Daten gab es einen Fall von Körperverletzung mit Todesfolge in Fukuoka, bei dem ein Mann seine Frau schwer misshandelte.

Weniger Anzeigen wegen Stalking

Da die Menschen mehr zu Hause waren, ist die Zahl der Anzeigen wegen Stalking auf 20.189 gesunken, 723 weniger als 2019. Allerdings blieb die Gesamtzahl zum achten Mal in Folge über 20.000.

Von den Stalking-Opfern waren 87,6 Prozent Frauen. Von allen Opfern bildeten die 20-Jährigen mit 34,7 Prozent die größte Altersgruppe, gefolgt von den 30-Jährigen mit 23,6 Prozent.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, will die Polizeibehörde neue Maßnahmen auf den Weg schicken, unter anderem auch, dass  die GPS-Überwachung verboten wird.

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