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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtZahl der Kindesmisshandlungen in Japan erreichte 2020 neues Rekordhoch

Erstmals mehr als 100.000 Fälle

Zahl der Kindesmisshandlungen in Japan erreichte 2020 neues Rekordhoch

In Japan hat sich schon im letzten Jahr gezeigt, dass die häusliche Gewalt und auch die Gewalt gegen Kinder stark angestiegen ist. Nun bestätigte die Polizei offiziell, dass die Kindesmisshandlungen 2020 ein neues Rekordhoch erreicht haben.

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Am Mittwoch veröffentlichte die National Police Agency die offiziellen Zahlen für das letzte Jahr. Laut ihnen gab es demnach 106.991 Fälle von Kindesmisshandlung, die an die Kinderberatungsstellen weiter geleitet wurden.

Kindesmisshandlungen so hoch wie nie

Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 8.769 Fällen, was ein starker Zuwachs ist. Gleichzeitig ist es das erste Mal, dass die Grenze von 100.000 Fällen überschritten wird, womit es sich um ein neues Rekordhoch für Japan handelt.

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In der Mehrheit der Fälle erlitten die Kinder psychische Misshandlungen, indem sie verbal angegangen wurden oder Eltern gewalttätiges Verhalten vor ihnen zeigten. Diese Fälle machten um die 73 Prozent der Gesamtzahl aus.

Die Polizei selbst konnte hingegen positive Rekordzahlen vorweisen. Letztes Jahr gelang es ihnen 2.133 Fälle an Kindesmisshandlung aufzudecken, wobei 2.172 Kinder Opfer von Übergriffen waren, was leider auch ein Rekordhoch ist. 61 Kinder verstarben an den Misshandlungen, was im Vergleich zu 2018 ein Rückgang ist, jedoch immer noch ein großes Problem.

Pandemie macht die Situation schwierig

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Mit der Statistik warnt die Polizei auch gleichzeitig. Da die Menschen aufgrund der Pandemie vermehrt zu Hause bleiben, bleiben Misshandlungen eher unbemerkt. Mögliche Warnzeichen werden nicht mehr in der Schule oder dem Kindergarten von anderen gesehen, was für die Polizei ein großes Problem ist.

Aus dem Grund will die Polizei seine Bemühungen noch weiter ausbauen. Sie planen unter anderen die Zusammenarbeit mit Kinderberatungsstellen und Schulen zu intensivieren, um möglichst früh Anzeichen für Übergriffe zu erkennen, damit den Kindern schnell geholfen wird.

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