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HomeNachrichten aus JapanKriminalität & RechtZahl der Opfer von Phishing nimmt in Japan zu

Täter werden immer raffinierter

Zahl der Opfer von Phishing nimmt in Japan zu

Die Zahl der Opfer von Phishing steigt in ganz Japan deutlich an. Mittlerweile ist auch die Zahl der E-Mails, die Angst auslösen und Menschen dazu bringen sollen, unseriöse Webseite aufzurufen und ihre Daten dort einzugeben, deutlich angestiegen.

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Die Täter geben sich dabei als Unternehmen oder Regierungsbehörde auf, versenden E-Mails oder SMS und setzten auf die Angst, die diese Nachrichten bei ihren Opfern auslösen, um sie so dazu zu bringen, ihre persönlichen Daten preiszugeben.

Zahl der Phishing-Opfer steigt in Japan an

Nach Angaben des in Tokyo ansässigen Council of Anti-Phishing Japan wurden im Jahr 2021 rund 526.500 solcher Betrugsfälle gemeldet, was mehr als das 50-fache der Zahl von 2017 ist, die bei rund 9.800 lag. Bis April 2022 wurden mehr als 10.000 gefälschte Websites bestätigt, die zu Phishing-Zwecken betrieben wurden.

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In der letzten Zeit setzten die Täter vermehrt darauf, sich als Amazon oder Mercari, eine Flohmarkt-App, auszugeben. Während der Pandemie haben sich viele Menschen dort registriert.

Nach Angaben des Ministeriums für innere Angelegenheiten und Kommunikation ist die Zahl der Haushalte, die Online-Shopping nutzen, seit März 2020 deutlich gestiegen.

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Ein Sprecher des National Consumer Affairs Center of Japan wies darauf hin, dass die Menschen auf gefälschte E-Mails achten müssen, die zu ihren Handlungen und Terminen passen. Insbesondere müssen Personen auf betrügerische E-Mails achten, die ihnen vor und nach einem Liefertermin geschickt werden.

„Selbst diejenigen, die normalerweise auf der Hut sind, werden sich bewusst, dass ihr Paket bald ankommt, und das Risiko, dass sie den Nachrichten glauben, steigt stark an“, so der Sprecher.

Da allerdings auch die Webseiten der Betrüger immer raffinierter werden, ist es für manche Opfer schwierig zu erkennen, ob es sich um eine echte Webseite oder eine Fälschung handelt, vornehmlich, wenn man sich eine Seite auf dem Smartphone anschaut.

User müssen vorsichtig sein

Ein Sprecher der Präfektur Fukuoka rät daher dazu, dass man eine Webseite nie über einen Link in einer E-Mail aufruft, sondern die URL direkt in den Browser eingibt.

Außerdem warnt der Sprecher eindringlich, dass man keine persönlichen Informationen in die Webseiten eingeben soll, wenn man per E-Mail oder SMS dazu aufgefordert wurde.

Trotz aller Warnungen fallen allerdings immer mehr Menschen auf Phishing herein.

Laut der Japan Consumer Credit Association erreichte der durch Kreditkartenbetrug in Japan verursachte Schaden im Jahr 2021 ein Rekordhoch von über 33 Milliarden Yen (ca. 235 Millionen Euro). Mehr als 90 % dieser Opfer wurden durch den Diebstahl ihrer Kreditkartennummern betrogen.

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