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Home News Kriminalität & Recht Zahnarzt aus Tokyo wird wegen Verkauf von Gurgellösungen gegen Corona festgenommen

Vier Personen wurden wegen illegalem Verkauf festgenommen

Zahnarzt aus Tokyo wird wegen Verkauf von Gurgellösungen gegen Corona festgenommen

Zu Beginn des Ausbruchs von Covid-19 in Japan gab es verschiedene Vorschläge, wie sich die Menschen am besten vor dem Virus schützen können. Unter anderem empfahl Osaka Gurgellösungen, wofür sie jedoch stark kritisiert wurden. In Tokyo wurde nun ein Zahnarzt festgenommen, weil er besagte Lösung illegal verkauft hat.

Die Abteilung für Lebensumwelt der Polizei von Tokyo bestätigte am Freitag die Festnahme eines 58 Jahre alten Zahnarztes aus Shibuya, Tokyo. Mit ihm wurden drei weitere Personen verhaftet, die zusammen Gurgellösungen verkauft haben sollen, die nicht in Japan zugelassen sind. Ihnen wird damit ein Verstoß gegen das Gesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte vorgeworfen.

Gurgelmittel waren nicht vom Ministerium zugelassen

Nach bisherigen Ermittlungen sollen die vier Männer zwischen Januar und Juli über eine Internetseite die Gurgellösungen verkauft haben, die angeblich wirksam gegen Covid-19 seien. Es wird vermutet dass sie die Mittel an 8.500 Personen verkauften. Insgesamt sollen sie umgerechnet 357.409 Euro eingenommen haben. Eine genauere Untersuchung soll das jedoch noch klären.

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Vor allem wurden sie jedoch wegen des Verkaufs von vier Mitteln, darunter Periotreat, festgenommen, die alle vom Gesundheitsminister nicht zugelassen sind. Sie wurden dabei damit beworben, dass sie mit hoher Wahrscheinlichkeit einen sterilisierenden Effekt gegen das Virus hätten. Auch wurden sie bereits vor der Pandemie als wirksam gegen Influenza, Diabetes und Speiseröhrenkrebs beworben.

Zahnarzt ist sich keiner Schuld bewusst

Von den Gurgellösungen sollen 667 Stück an fünf Kunden in Tokyo gegangen sein. Eingenommen wurden dabei um die 1.218 Euro. Die Mittel wurden dazu zu weitaus teureren Preisen angeboten als üblich. Normalerweise kostet eine Flasche mit 500 Millilitern im Schnitt um die 5,70 Euro. Die Gruppe verkaufte sie für umgerechnet 16,25 Euro.

Zusätzlich wird die Gruppe verdächtigt, um die 4.200 Gurgelprodukte gehortet zu haben, um sie weiterzuverkaufen. Der Zahnarzt gab zu den Vorwürfen an, dass die Werbung für die Produkte nicht illegal sei, da sie keine pharmazeutischen Mittel verkauften und somit nicht das Gesetz gebrochen haben. Auch die anderen drei Männer streiten ab, etwas Verbotenes getan zu haben.

Es ist nicht das erste Mal in diesem Monat, dass es zu einer Festnahme wegen eines Verstoßes des Arzneimittelgesetzes kommt. Vor wenigen Tagen wurden mehrere Männer wegen des illegalen Verkaufs von der Pille danach festgenommen. Auch in dem Fall handelte es sich um nicht offiziell zugelassene Produkte.

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