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Sie sollen den kleinen Bären erst zuhause gehalten haben

Zwei Japaner wegen Tötung von Bärenjungem festgenommen

Auch wenn Bären in Japan in den letzten Jahren immer wieder für Unruhe gesorgt haben und teilweise sogar getötet werden mussten, stehen sie doch unter besonderem Schutz. So ist es etwa verboten, Bären zu halten. Gegen dieses Gesetz verstießen zwei Männer aus Morioka.

Und nicht nur das, sie sollen das Bärenjunge auch mit einer Schusswaffe getötet haben. Daher wurden sie bereits im Januar festgenommen.

Bärenjunges erst gehalten und dann getötet

Die Abteilung für Umwelt- und Gemeindeangelegenheiten der Präfekturpolizei von Iwate verhaftete die beiden Männer in den 70ern. Besonders auffällig ist, dass einer von beiden als Tierschutzbeauftragter arbeitete.

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Sie werden verdächtigt, sowohl gegen das Tierschutzgesetz verstoßen zu haben, indem sie ein geschütztes Tier töteten, als auch gegen das Gesetz zur Kontrolle des Besitzes von Feuerwaffen und anderen derartigen Waffen.

Angst vor Strafverfolgung

Es wird berichtet, dass das die beiden Männer die Vorwürfe bezüglich des tödlichen Schusses zugegeben haben. In anderen Punkten sind sie hingegen nicht geständig und werden mit der Aussage zitiert, dass sie „dachten, dass dies im Rahmen der Jagd war und nicht illegal war.“

Die beiden Männer werden verdächtigt, Ende Juni 2020 ein weibliches Bärenjunges, das zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise ein Jahr alt war, in einer Falle gefunden zu haben, die für japanische Hirsche ausgelegt war. Die beiden sollen das Tier für niedlich gehalten haben und begannen, es ohne Erlaubnis in Oikawas Haus zu halten.

Jagdverband und Naturschutzabteilung ermahnen ihre Mitglieder

Ende November desselben Jahres erfuhren sie, dass die Präfekturpolizei und die Stadtverwaltung von Oshu gegen sie wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Gesetz über den Schutz und die Haltung von Tieren ermitteln wollten. Aus Angst, verhaftet zu werden, haben sie dann offenbar ein Gewehr benutzt, um den Bären in seinem Käfig zu erschießen und zu töten.

Laut der Naturschutzabteilung der Präfekturverwaltung von Iwate haben ihre Wildtierschutzbeauftragten Erfahrung mit der Jagd und sie betraut ausschließlich Personen mit dieser Aufgabe, die sich mit den Gesetzen und Vorschriften gut auskennen.

Die Abteilung für Umwelt- und Gemeindeangelegenheiten der Präfekturpolizei richtete eine Anfrage an den Jagdverband Iwateken Ryouyukai, um das Verständnis der Mitglieder für die Einhaltung von Gesetzen zu verbessern, neben anderen Verbesserungen. Der Verband antwortete mit den Worten: „Wir werden gründliche Maßnahmen ergreifen, um eine Wiederholung zu verhindern.“

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