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Künstliche Intelligenz identifiziert Ladendiebe, bevor sie etwas klauen

Trotz der ganzen Technik, die es heutzutage gibt, sind Ladendiebe für viele Geschäfte immer noch ein großes Ärgernis. Meistens ist es schon zu spät, wenn der Raubzug auffällt und der Langfinger ist längst über alle Berge. Eine künstliche Intelligenz von zwei Start-up-Unternehmen aus Japan will nun die Diebe schon vor dem Diebstahl erkennen.

Earth Eyes Co. in Tokyo und NTT East Corp. entwickelten das neuartige System für Überwachungskameras. Die KI sammelt durchgehend große Mengen an Daten von den Bewegungen der Personen. Bei besonders verdächtigen Kunden schlägt es an und macht die Mitarbeiter auf den möglichen Dieb aufmerksam.

Um die Genauigkeit der künstlichen Intelligenz zu erhöhen, basiert sie zusätzlich auf den Erfahrungen und Training von Sicherheitsbeamten. Sie wissen nämlich meistens genau, wie sich Ladendiebe verhalten, um sie auf frischer Tat zu erwischen. Allerdings sollen Mitarbeiter nicht gleich alle Verdächtigen als mögliche Verbrecher behandeln.

Sollten sie die Benachrichtigung für Personen bekommen, die einfach nur durchs Geschäft laufen oder nach was bestimmten Ausschau halten, sollen sie fragen, ob sie möglicherweise Hilfe brauchen. Die Gespräche führen dazu, dass mögliche Diebe verunsichert sind und sie von ihrem Plan ablassen. Die meisten Geschäfte wollen nur Diebstähle verhindern und nicht unbedingt die Diebe verhaften lassen, wie der Chef von Earth Eyes erklärte.

Bereits 2.000 Geräte mit dem System nutzen Supermärkte und Geschäfte in ganz Japan. Ein ähnliches Videoanalysesystem will Vaak Inc in rund 60 Convenience Stores und anderen Geschäften installieren. Die künstliche Intelligenz beobachtet ebenfalls bestimmte Merkmale, die bei Dieben auffälliger sind. Mithilfe von riesigen Datenmengen der Kameras wertete es die Bewegungen, Fokussierung der Augen und Verhalten der Gliedmaßen von Kunden aus.

Ladendiebe verursachen jährlich Millionenschäden

Das System von Vaak konnte bereits 2018 einen großen Erfolg feiern und half dabei in Yokohama einen 80-jährigen Ladendieb zu schnappen. Ryo Tanaka, Präsident von Vaak betont dabei, dass das System nicht nur die Diebstähle reduziert, gleichzeitig verringert es die Bearbeitungszeit nach einem Verbrechen.

Dass die Systeme für Japans Supermärkte und Einzelunternehmen eine große Hilfe sind, zeigen die offiziellen Zahlen. Alleine 2017 verzeichnete die Nationalpolizei 110.000 Ladendiebstähle. Die Dunkelziffer ist vermutlich jedoch noch viel höher. Der Schaden durch die Diebe beträgt dabei jährlich für Einzelhandelsgeschäfte um die 4 Milliarden Euro. Ein großer Verlust für vor allem kleinere Geschäfte.

Quelle: The Asahi Shimbun

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