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1.500 Erwachsene beim traditionellen Kyudo-Turnier in Kyoto

Zum 70. Mal

Rund 1.500 Menschen, die im Geschäftsjahr 2019 20 Jahre alt wurden, nahmen am 12. Januar am jährlichen traditionellen Kyudo-Turnier im Sanjusangendo, einem buddhistischen Tempel in Kyoto, teil.

Das Turnier fand zum 70. Mal im Westen Japans statt. Die Teilnehmer waren in Kimonos und traditionelle Hakamas gekleidet und schossen auf Zielscheiben, die 60 Meter entfernt waren.

Traditioneller Wettbewerb

Der Wettbewerb basiert auf Toshiya, einem Kyudo-Wettbewerb im japanischen Stil, der häufig in der Edo-Zeit (1603-1968) ausgetragen wurde, um herauszufinden, wer auf einer Fläche von 120 Metern zwischen dem südlichen und dem nördlichen Ende der westlichen Veranda von Sanjusangendo die meisten Ziele treffen kann.

Aufzeichnungen zeigen, dass in der Vergangenheit 8.133 Pfeile von 13.053, die innerhalb von 24 Stunden abgefeuert wurden, ihre Ziele erreichten.

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Eine 20-jährige Studentin des Doshisha Women’s College of Liberal Arts im zweiten Jahr sagte, sie habe den Bogen gezogen und sich bei ihren Eltern bedankt. „Ich war nervös, aber ich fühlte mich glücklich, den Bogen mit einem Gefühl der Dankbarkeit gegenüber meinen Eltern zu spannen.“

Kyudo – nicht einfach nur Bogenschießen

Kyudo (Weg des Bogens) wird seit dem 16. Jahrhundert in Japan ausgeübt. Ein besonderes Merkmal ist der langsame Bewegungsablauf, die bei Zeremonien getragene Bekleidung und die Handwerkskunst des Bambusbogens und der Pfeile.

Besonders der Bogen unterscheidet sich von westlichen Sportbögen. Der Yumi ist asymmetrisch geformt und der obere Wurfarm ist deutlich länger als der untere. Daher muss der Bogen beim Abschuss auch schnell zum Ziel gedreht werden (Tsunomi no hataraki), bevor sich ein Pfeil von der Sehne löst, da der Pfeil sonst nach rechts oben abgelenkt werden würde.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Art des Schießens sich je nach Schule und Stilrichtung variiert. In der modernen Zeit haben sich größere Schulen wie Heki-ryū, Ogasawara-ryū und Honda-ryū.

In Europa ist Heki-ryū am weitesten verbreitet, was auf Genshiro Inagaki zurückgeht, der bis 1995 Bundestrainer des Deutschen Kyudo Bundes war.

Kyudo ist allerdings mehr als nur „Bogenschießen“, es hat auch einen großen philosophischen Aspekt.

In Deutscher Sprache ist zum Beispiel Kyudo: Die Kunst des japanischen Bogenschiessens ein gutes Buch, um sich in den Sport einzulesen. Wer sich für die Sportart interessiert, kann sich beim Deutschen Kyudo Bund e.V. informieren.

MA

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