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In diesem Jahr mussten die Küken die 700 Meter lange Strecke ohne ihre Eltern antreten

12 Entenküken aus Kyoto verlassen wieder ihren Tempel

Japanische Tempel sind für ihre außergewöhnlichen Traditionen bekannt, die sie über eine lange Zeit aufrechterhalten. In Kyoto machten sich wieder zwölf Entenküken auf den Weg vom Teich eines Tempels zum Kamogawa-Fluss. Die 700 Meter lange Strecke legten die Küken unter Aufsicht vieler Freiwilliger zurück.

In jedem Jahr ziehen sich einige Entenpaare auf den Teich des Yoboji-Tempels in Sakyo, einem Bezirk der alten japanischen Hauptstadt Kyoto zurück, um dort ihre Eier auszubrüten und die Küken die erste Zeit aufzuziehen.

Die jährliche Reise der Entenküken durch Kyoto

Normalerweise führen die Eltern ihre Kleinen ab Mitte Mai selbst die 700 Meter bis hinab zum Kamogawa-Fluss. In diesem Jahr mussten die Küken ihre Reise ohne die Aufsicht ihrer Eltern antreten.

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Einheimische Helfer steckten mit kleinen Pappschildern einen Weg ab, den die Küken gehen sollten. Sie legten die 700 Meter lange Strecke in etwa einer Stunde und 40 Minuten zurück. Zehn Beamte der Polizeistation von Kawabata (Präfektur Kyoto) und zwei Polizeiautos sorgten für die Sicherheit der Helfer und Tiere und regelten den Verkehr rund um die Strecke.

Tempel-Küken lernen die große Welt kennen
Helfen bringen Küken vom Tempel zum Wasser Bild: Mainichi/Kazuki Yamazaki

Ente suchte sich Tempel selbst zum Brüten aus

Obwohl die Küken des Öfteren eine Pause einlegten, hielten doch alle tapfer durch, bis sie den Kamogawa-Fluss erreicht hatten. Der 31 Kilometer lange Fluss fließt durch das Stadtzentrum von Kyoto und ist bei Anwohnern und Touristen beliebt. Viele genießen es, an schönen Tagen am Ufer entlangzuspazieren. Im Sommer bieten viele Restaurants Außenplätze mit Blick auf den Fluss an.

Die Prozession der Entenküken vom Teich des Yoboji-Tempels hin zum Kamogawa ist ein jährlich stattfindendes Ereignis seit 2005. Damals flog eine Ente den Teich des heiligen Ortes an, um dort ihre Eier auszubrüten. Auch Mitarbeiter anderer Tempel halfen in diesem Jahr mit, damit die Küken den Weg auch sicher zurücklegten, weil sie ohne ihre Eltern unterwegs waren. Da die Küken den Weg allein antreten mussten, war man sehr besorgt, ob sie die Strecke auch allein schaffen würden.

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