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Crowdfunding-Kampagne brachte mehr Geld als nötig ein

77 beschädigte Schwerter in Japan gerettet

Durch die Überschwemmung in Japan wurden 77 Schwerter des Aoi-Asojinja-Schreins im Juli teils stark beschädigt.

Dank einer Online-Kampagne könnten allerdings rund 35 Millionen Yen zur Rettung gesammelt werden.

Der 806 gegründete Schinto-Schrein war von den aufeinanderfolgenden Herren des feudalen Sagara-Clans verehrt worden, der das Gebiet Hitoyoshi-Kuma rund 700 Jahre lang beherrscht hatte.

Sintflutartige Regenfälle beschäftigen den Schrein und die Schwerter

Fünf seiner Bauwerke, darunter die in der frühen Edo-Periode (1603-1867) erbaute Haupthalle, sind als Nationalschätze ausgewiesen. Seit der Heian-Periode (794-1185) sind dem Schrein Schwerter gewidmet, darunter eine legendäre Muramasa-Klinge.

Mehr zum Thema:  Eines der ältesten Schwerter Japans auf einem Dachboden gefunden

Der Schrein wurde jedoch erheblich beschädigt, als am 4. Juli sintflutartige Regenfälle den südlichen Teil der Präfektur Kumamoto und andere Teile der Region Kyushu trafen.

Das Büro des Schreins, in dem die Schwerter aufbewahrt worden waren, wurde von etwa einem Meter Wasser überschwemmt.

Die meisten der Klingen sind mittlerweile verrostet, einige von ihnen lassen sich nicht aus ihren von Wasser deformierten Scheiden ziehen.

Die Restaurierung der Schwerter erfordert das Polieren durch einen Schwertschmied und die Herstellung einer neuen Scheide. Dieser Prozess dauert mehrere Monate und die Kosten pro Klinge belaufen sich auf etwa 200.000 Yen bis 300.000 Yen.

Der 50-jährige Takahiro Yamamoto, der in Yatsushiro, Präfektur Kumamoto, eine japanische Fechtturnhalle betreibt, ist eng mit dem Schrein verbunden. Er hat seine Fähigkeiten, in der Hingabe an die Gottheit des Schreins unter Beweis gestellt, an Ritualen teilgenommen und sich anderen Aktivitäten angeschlossen.

Yamamoto eilte am Tag nach der Überschwemmung zum Schrein und stellte fest, dass die Schwerter bereits zu rosten begannen.

„Sie waren so viele Jahre lang in gutem Zustand, aber ich hätte nie gedacht, dass sie sich in nur zwei Tagen so entwickeln würden“, erinnert er sich.

Die Klingen wurden von einem in Yatsushiro ansässigen Schwertschmied notdürftig repariert und werden vorerst im Zentrum für begrabene Kulturgüter der Stadt Taragi aufbewahrt, das ebenfalls im Gebiet Hitoyoshi-Kuma liegt.

Der Reiz des japanischen Schwertes liegt in seinem Glanz. Yamamoto und der Oberpriester Yoshifumi Fukukawa diskutierten über Möglichkeiten, den beschädigten Schwertern ihren Glanz zurückzugeben. Sie beschlossen, über Campfire Spenden zu sammeln.

Kampagne erreicht sein Ziel nach nur einer Stunde

Als der Schrein am 13. August die Kampagne begann, erreichte er sein Ziel von 5 Millionen Yen in nur einer Stunde. Die Kampagne endete am 15. September und brachte etwa 35 Millionen Yen von mehr als 3.000 Menschen ein.

Das Interesse an Schwertern hat in den letzten Jahren unter Videospiel- und Animefans, insbesondere unter Frauen, zugenommen.

Die über 30-Jährigen stellten die größte Gruppe von Spendern, wobei 70 Prozent von ihnen Frauen waren.

„Wir wollen die Schwerter restaurieren, damit zukünftige Generationen sie auch noch in 1.000 Jahren sehen können“, sagte Yamamoto.

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