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88-jähriger Braumeister erhält Sake „Made in Obama“ am Leben

Eine lokale Sake-Marke in Zentraljapan, die schon kurz davor stand, in Vergessenheit zu geraten, erlebt jetzt ein Revival. Vor allem die Überalterung bei den Produzenten sorgt dafür, dass das Rezept fast verloren ging. Ein Geschäftsmann ließ eine alte Brauerei renovieren und holte einen erfahrenen Brau-Meister zurück ins Team.

Der neue Wakasa-Sake wird aus Reis hergestellt, der von lokalen Bauern stammt. Das Wasser liefert ein Fluss, der nahe der Brauerei in Obama, Präfektur Fukui, fließt. Diese Mischung sorgt für ein leichtes Aroma und eine spezielle Trockenheit des Sakes, dessen Produktion 2016 eingestellt wurde. Die letzte Wakana-Brauerei musste nach 150 Jahren schließen, weil es keinen kundigen Nachwuchs mehr gab, um das Geschäft am Leben zu erhalten.

Anfang 2018 nahm die neue Brauerei ihren Betrieb auf und stellte den Sake wieder her. In diesem Jahr wird die Brauerei ihr Produkt wieder für den Verkauf freigeben. Ab Mitte März kann der Reiswein sowohl per Internet als auch in einigen lokalen Läden käuflich erworben werden.

Obama hieß früher einmal Miketsukuni und lieferte Salz und Meeresfrüchte an den kaiserlichen Hof in der ehemaligen Hauptstadt Kyoto. Der 45-jährige Geschäftsmann Akiteru Takaoka bedauerte, dass seine Heimat keinen lokalen Sake mehr produzierte. Zusammen mit seinem Schwiegervater, der schon in Obama geboren wurde, beschloss er den Wakana-Sake selbst herzustellen. 2017 machten sich die beiden daran, die alten Brauerei, die sich im Besitz der Familie befand, wieder in Betrieb zu nehmen.

Brauerei-Meister SakagashiraMit der Gründung der neuen Brauerei übernahm Takaoka den Vertrieb und das Management, allerdings fiel es ihm schwer, einen neuen Brau-Meister zu finden, der die Produktion des Sakes überwachte. Er rief Brauerei-Verbände im ganzen Land an und fand schließlich den 88-jährigen Hoichi Sakagashira, das älteste Mitglied der Brauereigewerkschaft von Noto (Präfektur Ishikawa). Im November 2017 begann dieser wieder mit der Produktion von Wakana-Sake.

Sakagashira, der in Suzu lebt, spielte eigentlich mit dem Gedanken in den Ruhestand zu treten. Nachdem er auf Takaoka traf, entschied er sich anders. Ende Januar dieses Jahres rührte der 88-Jährige langsam wieder den ersten Wakana-Reiswein ein.

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