Stats

Anzeige
Home News Kultur Alte Poststation in Fukui wird Trainingsstätte für Freizeit-Ninja

Das Gebäude wurde zu einer Turnhalle umgebaut

Alte Poststation in Fukui wird Trainingsstätte für Freizeit-Ninja

Eine alte Poststation in der Stadt Wakasa in der Präfektur Aichi erhielt vor Kurzem eine neue Aufgabe. Dort werden zukünftige Ninja trainiert. Das soll gleichzeitig zur Wiederbelebung der Stadt beitragen.

Ein Holz-Verarbeiter aus Wakasa schloss sich mit dem Ninja-Meister Daisuke Nishiura zusammen und zusammen eröffneten sie Ende Januar die neue Turnhalle. Die ehemalige Poststation wurde damit zum ersten Dojo in der Präfektur. Gleichzeitig hoffen die beiden Männer, dass die neue Seireikan-Turnhalle viele Touristen anzieht, die von den geheimen Kriegern der Vergangenheit fasziniert sind und den Weg nach Wakasa antreten.

Ninja als Touristen-Magnet

Der Leiter des Seireikan erklärt, dass die Turnhalle ein Ort sein soll, an dem Besucher sich einmal fühlen können wie echte Ninja, während sie trainieren. Da die Stadt nicht weit von Kyoto entfernt liegt, hofft man, dass Touristen auch den Weg nach Wakasa finden.

Mehr zum Thema:
Zahlreiche Ausländer bewerben sich als Ninja bei der Präfektur Aichi

Der 43-jährige Daisuke Nishiura lebt in Minoo in der Präfektur Osaka und ist ein in Japan erkannter Ninja-Ausbilder, der den höchsten Rang (vierten Dan) des Nindo (Weg des Ninja) bereits vor einiger Zeit erreicht hat.

Der jetzige Leiter des Dojos und Nishiura lernten sich durch ein gemeinsames Hobby kennen. Er wandte sich einst an Nishiura und fragte ihn, ob er nicht eine Möglichkeit wüsste, wie Wakasa für Besucher interessanter werden könnte. So entwickelten die beiden Männer zusammen die Idee der Ninja-Trainingshalle.

Als das Seireikan in seiner jetzigen Form umgebaut wurde, fügten die beiden eine Reihe von Dingen dazu, die auch in typischen Ninja-Häuser zu finden sind. Nishiura bietet gleichzeitig ein Praxis-orientiertes Training an, das auch das Werfen von Shuriken einschließt.

Wenn das Projekt gut anläuft, sollen weitere leerstehende historische Häuser in der Stadt restauriert werden, um das Flair der Stadt unterstreichen und das historische Stadtbild wieder aufleben zu lassen. Dort sollen dann Hotels und Restaurants für die Besucher entstehen.

Nishiura klärt, dass Ninja Aufmerksamkeit auf der ganzen Welt für Japan erregt haben. Durch das Projekt soll ein Fenster in die Vergangenheit geöffnet werden. Dafür wurden auch die Anwohner mit ins Boot geholt.

Verschiedene Kurse im Angebot

einmal fühlen wie ein Ninja
Ninja-Training Bild: Seireikan

Die ursprüngliche Poststation stammt aus dem Jahr 1923 und wurde für etwa 4,5 Millionen Yen (37.700 Euro) restauriert. Die Turnhalle selbst befindet sich in der ersten Etage und nimmt dort eine Fläche von 50 Quadratmetern ein. Im zweiten Stock befindet sich eine Ausstellung, die Ninja-Waffen und historische Werkzeuge zeigt.

Das Haus ist mit einer sogenannten „Dondon Gaeshi“- Geheimtür und einer Falle ausgestattet, in der Feinde eingesperrt werden können. Ein „Sagari Gumo“ ermöglicht es den Schülern, mit einem in einem Schrank versteckten Seil im Geheimen in den ersten Stock zu rutschen.

Insgesamt bietet das Seireikan aktuell drei verschiedene Kurse an. In einer zweistündigen Einführung lernen die Teilnehmer Selbstverteidigungs- und Schwertkampftechniken. Der Kurs kostet 17.000 Yen (etwa 140 Euro) und endet mit dem Erhalt eines Zertifikats.

Wer sich gern die Stadt ansehen möchte, kann im Dojo Ninja-Kleidung ausleihen und damit durch Wakasa spazieren. Für 5.000 Yen (42 Euro) kann man bis zu 90 Minuten über die Kleidung verfügen. Auch ein Workshop zur Herstellung von Naruko wird angeboten, mit denen man Eindringlinge erschrecken kann. Dieser kostet 3.500 Yen (circa 30 Euro) pro Teilnehmer, einschließlich Materialien.

Das Dojo ist von 9:00 Uhr bis 16:00 Uhr geöffnet. Wer sich die Räume und die Ausstellung ansehen möchte, kann dies kostenfrei tun. Während der Workshop an jedem Tag stattfindet, gibt es den Einführungskurs immer nur am Dienstag. Da die Halle über unregelmäßige Schließzeiten verfügt, empfiehlt es sich, sich vorher über die Homepage des Seireikan zu informieren.

AS

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here