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Amami-Oshima gestaltet sein Museum neu, um mehr Besucher anzulocken

Der Plan des Amami-Oshima-Museums funktioniert anscheinend hervorragend

Das städtische Museum der Stadt Amami in der Präfektur Kagoshima änderte seinen Fokus auf das Thema „Umwelt-Kultur“. Durch eine entsprechende Erneuerung der Exponate sind bereits jetzt steigende Besucherzahlen zu verzeichnen.

Durch Videos, Modelle und Tafeln werden die Besucher über die reiche Natur, die außergewöhnliche Kultur sowie die Traditionen von Amami informiert. Auch die Geschichte der Stadt wird den Besuchern näher gebracht.

Ein besonderer Fokus liegt auf der engen Verbindung zwischen Menschen und Natur, wie sie in Amami seit jeher gelebt wird. Mit den neuen Exponaten will das Museum den Besuchern helfen, den besonderen Charme der Insel besser zu verstehen.

Die Geschichte einer Insel auf drei Etagen

Das dreistöckige Museum wurde 1987 eröffnet. Die Stadtverwaltung gab seit Herbst 2018 etwa 100 Millionen Yen (822.500 Euro) aus, um die gesamte Anlage umzubauen. Die neue Version des Museums wurde im August 2019 wiedereröffnet.

Im ersten Stock sind ein Modell von Amami-Oshima, Videomaterial und andere Exponate zu sehen, die grundlegende Fakten über die Insel vermitteln. Ein interaktiver Bereich gewährt den Besuchern Einblicke in den Dialekt der Menschen vor Ort. Auch traditionelle Volkslieder sind zu hören.

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Der zweite Stock ist der Geschichte und Kultur Amamis gewidmet. Informationstafeln beleuchten die Historie der Insel vom Feudalismus bis zur Neuzeit. Dabei gehen sie vor allem auf komplizierte Hintergründe ein, wie sie in vielen Lehrbüchern nur selten thematisiert werden. Die Tafeln zeigen die Insel im Laufe der Jahrhunderte und gehen auch auf die Zeit der Herrschaft durch das US-Militär ein.

In der Zeit bemühte sich die Inselverwaltung um eine gewaltfreie Kampagne unter den Einwohnern, die 1953 zur Rückkehr von Amami-Oshima und den umliegenden Inseln in die japanische Souveränität führte.

Szenen aus dem Alltag auf der Insel, wie sie im Folklore-Buch „Nanto Zatsuwa“ („Verschiedene Berichte über die südlichen Inseln“) vorkommen, werden durch Illustrationen gezeigt und von aktuellen Gruppen demonstriert. An einem Modell können sich die Besucher selbst am Weben der „Oshima Tsumugi“-Seide versuchen.

In der Mitte der dritten Etage steht die Natur im Fokus. Ein Diorama bildet einen ganzen Wald nach, der mit einheimischen Tieren und Pfalzen gefüllt ist. Eingebaute Touchscreens erlauben dabei den Zugriff auf Audio-Dateien und Videomaterial.

Wald zum Anfassen
Wald im Museum Bild: Museum Amami-Oshima

An den Wänden sind Tafeln angebracht, die zeigen, wie das Leben der Bewohner und die Natur miteinander verflochten sind. Festivals und lokale Bräuche bilden den Grundstein für ein enges Miteinander mit der Natur.

Museum kämpft lange um Besucher

Zu Hochzeiten besuchten mehr als 20.000 Menschen pro Jahr das Museum, wobei die Zahl aber konstant zurückging. 2011 waren nunmehr nur noch 7.000 Besucher zu verzeichnen, die die Ausstellung sehen wollten.

In den letzten Jahren stiegen die Zahlen wieder auf rund 10.000 Besucher. Eine Kampagne, die Amami-Oshima und seine Umgebung fürs Weltkultur-Erbe der UNESCO attraktiver machen sollte, führte zu diesem Anstieg.

Nach der Wiedereröffnung des Museums stieg die Besucherzahl im Vergleich zum September 2018 um das 1,5-Fache, was rund 1.700 mehr Personen bedeutet. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 310 Yen (2,50 Euro), während Schüler, abhängig von der Jahrgangsstufe, zwischen 150 Yen (1,20 Euro) und 100 Yen (80 Cent) bezahlen.

AS

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