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HomeNachrichten aus JapanKulturAusstellung in Nara zeigt buddhistische Kunstwerke

Verschiedenen Juwelen buddhistischer Kunst werden wieder präsentiert

Ausstellung in Nara zeigt buddhistische Kunstwerke

Eine beliebte Ausstellung im Nationalmuseum von Nara zeigt die 1.400-jährige Geschichte buddhistischer Kunst in Japan. Die Sonderausstellung ist in zwei Phasen unterteilt und präsentiert insgesamt 246 Kunstwerke, von denen 13 als nationale Schätze Japans anerkannt sind.

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Die ausgestellten Exponate stammen alle aus der Sammlung des Museums. Darunter ist die Statue „Goldenes Licht des Sutra der siegreichen Könige“, ein Nationalschatz aus der Nara-Periode (710–784). Dabei handelt es sich um eine klassischen Buddhistische Darstellung von Sutren, mit denen früher für anhaltenden Frieden und Stabilität in Japan gebetet wurde. Der Kaiser Shomu ließ staatliche geförderte Kokubunji-Tempeln in jeder Provinz Japans bauen, in denen eine Kopie des Sutra in der Pagode aufgestellt werden musste.

Reise durch die Zeit für Groß und Klein

Auch der „Sitzende Yakushi Nyorai“ ist ein nationaler Schatz, der in der Heian-Zeit (794–1185) geschaffen wurde. Die Statue ist 50 Zentimeter hoch und fällt wegen des detailreich gemeißelten Gesichts und der scharfen Falten im Gewand auf. Da jüngere Besucher mit der buddhistische Kunst nicht so vertraut sind, erstellte das Museum eine leicht verständliche Version des Ausstellungsheftes speziell für die kleinen Besucher.

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Das offizielle Maskottchen des Museums dient als Führer für die Kleinen, das ihnen die verschiedenen Kunstwerke näherbringt. Der erste Teil der Ausstellung „Paradies der buddhistischen Kunst: Juwelen des Nara-Nationalmuseums“ lief bis zum 15. August. Der zweite Teil ist für den 17. August bis zum 12. September geplant. Eintrittskarten kosten zwischen 1.300 Yen für Erwachsene (etwa 9,50 Euro) und 300 Yen (2,50 Euro) für Grundschüler im Vorverkauf. Wer sein Ticket direkt im Museum kauf, muss 200 Yen pro Karte mehr zahlen.

Besucher sollen buddhistische Kunst selbst erleben

Ausstellung zeigt Juwelen des Museum
Juwel aus Nara Bild: Asahi Shimbun / Motofumi Watanabe

Das Museum lädt die Besucher explizit dazu ein, die ausgestalten Kunstwerke zu fotografieren. Auch die erläuternden Texte können gern mit abgelichtet werden, sodass man sich spätere zu Hause erneut an den Juwelen buddhistischer Kunst erfreuen kann.

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Während der Präsentation wird gleichzeitig noch die lange Geschichte des Nationalmuseums gefeiert. Die ausgestellten Exponate stammen aus alten Tempeln, die bis in Frühzeit des Buddhismus in Japan zurückreichen. Ein besonderer Fokus wird dabei auf Gottheiten gelegt, die buddhistische und lokale Einflüsse aus der Shinto-Religion miteinander verbinden.

Ein weiterer Fokus liegt auf dem „Narahaku Zanmai“. „Zanmai“ ist eine fortgeschrittene Stufe der Meditation, die durch die vollständige Konzentration auf ein Objekt definiert wird. In der buddhistischen Praxis sind die Mönche aufgerufen, sich in dieser Phase vollständig auf eine buddhistische Gottheit zu fokussieren und diese selbst zu visualisieren. Dabei sollen sie sich aber auch der positiven Aspekte ihres eigenen Körpers bewusst werden. Das Museum lädt alle Besucher ein, durch die Betrachtung der Kunstwerke selbst diese meditative Erfahrung zu machen.

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