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Ausweiskontrollen von Ausländern in Japan werfen Fragen auf

Die Zeiten in Japan ändern sich, nur nicht überall gleich schnell

Es ist in Japan nicht ungewöhnlich, dass Ausländer einer Ausweiskontrolle unterzogen werden. Allerdings kommt es öfters zu scheinbar willkürlichen Kontrollen und gerade für Menschen, die die japanische Staatsbürgerschaft haben, ist das sehr unangenehm, denn sie haben weder eine Aufenthaltsgenehmigung, noch einen Reisepass.

Grundsätzlich müssen Ausländer ihre Aufenthaltsgenehmigung jederzeit bei sich haben und es müssen bestimmte Bedingungen müssen erfüllt sein, bevor ein japanischer Polizist den Ausweis verlangen darf. Die bloße Tatsache, dass jemand ein Ausländer ist und nicht japanisch aussieht, reicht dafür eigentlich nicht aus.

Ausweiskontrollen mit Drohungen

Ein Twitter-User, der in Japan lebt, aber aus dem Orient stammt, schreibt über seine Frustration. Er schrieb, dass er immer mit der Polizei kooperiert, ist allerdings mittlerweile verärgert darüber, dass die Beamten die Nachfrage nach dem Ausweis in der Regel mit einer Warnung beginnen.

Immer wieder muss er sich anhören, dass die Nichtvorlage einer Aufenthaltsgenehmigung oder eines Reisepasses zu einer Festnahme führen könnte.

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Der Mann ist allerdings japanischer Staatsbürger und braucht diese Dokumente natürlich nicht.

Immer mehr Berichte über Schikanen

Immer öfters berichten japanische Staatsbürger mit ausländischen Wurzeln über Schikanen. Auf Twitter schreiben viele, dass sie nicht mal in Ruhe Fahrrad fahren können, ohne angehalten zu werden. Außerdem stellten Polizisten bei vielen Staatsbürgern mit ausländischen Wurzeln, die Sprachfähigkeiten der Menschen, die sie kontrollieren, infrage.

In sozialen Medien ist das zurzeit ein großes Thema und während die traditionellen Medien, das Thema lieber mit Samthandschuhen anpacken, haben gerade die Online-Medien dafür gesorgt, dass das Thema in Japan immer mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Mittlerweile berichten auch viele in Japan geborene Menschen davon, wie sie erlebt haben, dass ihre Freunde, die ausländische Wurzeln haben, durch Kontrollen schikaniert wurden.

Die Zeiten in Japan ändern sich, aber nicht überall gleich schnell

Ein ziemliches Problem, denn immerhin will Japan ja aktiv Ausländer in das Land holen, um so den Arbeitskräftemangel zu bekämpfen. Die Zeiten ändern sich in Japan, allerdings nicht überall gleich schnell.

Besonders im Sport ist dieser Wandel zu sehen. Das Rugby-Nationalteam besteht zum Teil aus Menschen mit ausländischen Wurzeln. Was in nationalistisch geprägten Ecken des japanischen Internets Kritik auslöste. Doch mittlerweile sind sich eigentlich alle einig und das Team wird gefeiert.

Es werden Comics auf Twitter veröffentlicht, in dem auch die Mitglieder, die nicht in Japan geboren sind, gefeiert werden und viele Social Media Nutzer schwärmen gerade zu, wenn sie Filmmaterial sehen, dass diese Teammitglieder dabei zeigt, wie sie die japanische Nationalhymne üben.

Nun müssen nur noch die Behörden in Japan nachziehen und nicht jeden Menschen mit ausländischen Wurzeln unter einen Generalverdacht stellen.

Die Zeiten ändern sich nun mal, auch in Japan.

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