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Auch sieben materielle Güter vorgeschlagen

Brauen von Sake soll immaterielles Kulturgut in Japan werden

Am Freitag hat ein Gremium der japanischen Regierung Kulturminister Shinsuke Suematsu empfohlen, dass die traditionelle Art des Brauens von Sake als immaterielles Kulturgut registriert werden soll.

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Die dem Bildungs- und Kulturministerium unterstellte Agentur für kulturelle Angelegenheiten empfahl außerdem eine traditionelle Technik der japanischen Kalligrafie (Shodo) zur Registrierung im Rahmen des neuen Systems für immaterielle Kulturgüter.

Eintragung der traditionellen Brauart von Sake soll demnächst offiziell werden

Die japanische Regierung wird die Eintragung demnächst in ihrem Amtsblatt bekannt geben und damit offiziell machen.

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Es ist das erste Mal, dass Gegenstände der Alltagskultur in Japan als immaterielle Kulturgüter anerkannt werden.

Bei der traditionellen Sake-Brauweise werden gelbe Koji und andere Sorten von Reis oder Weizen verwendet. Diese Technik wurde erstmals in der Muromachi-Periode zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert eingeführt.

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Während die Mechanisierung in Japan, die in der Meiji-Ära (1868-1912) Einzug hielt, wurde die traditionelle Methode der Sake-Herstellung von Hand von Generation zu Generation weitergegeben. Das Gremium kam zu dem Schluss, dass diese Methode eine historische Bedeutung für die japanische Lebenskultur hat.

Das neue System der immateriellen Kulturgüter wurde im Juni in Japan eingeführt, um ein breites Spektrum an Kulturgütern zu schützen. Davor hatte Japan nur ein System für darstellende Künste und Handwerkstechniken. So wurde unter dem alten System die „Ama“ Tauchkultur als Kulturgut aufgenommen.

Im Januar erklärte der ehemalige Ministerpräsident Yoshihide Suga, dass die Regierung die Aufnahme weiterer japanischer Kulturgüter wie Sake und Shochu in die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO anstrebe.

Sieben weitere Güter sollen als wichtige Kulturgüter ausgewiesen werden

Ebenfalls am Freitag empfahl der Rat die Eintragung von sieben materiellen Gütern als wichtige Kulturgüter, darunter ein 1937 hergestellter Dieseltriebwagen der Serie Kiha 07.

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Es handelt sich dabei um den einzigen noch existierenden mechanischen Triebwagen, bei dem eine Kupplung zur Geschwindigkeitsänderung verwendet wurde.

Auch der Dieseltriebwagen der Serie Kiha 07 soll Kulturgut werden
Auch der Dieseltriebwagen der Serie Kiha 07 soll Kulturgut werden. Bild: RSA /Wikipedia

Der Triebwagen wird im Kyushu Railway History Museum in der Präfektur Fukuoka ausgestellt.

Außerdem gehört ach einer der ersten staatlichen Passagierbusse Japans dazu. Der Bus wurde in den 1930er-Jahren auf den Strecken zwischen Okazaki in der Präfektur Aichi und Tajimi in der benachbarten Präfektur Gifu eingesetzt.

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