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Dokument nach langer Zeit wiedergefunden

Brief des Kriegsherrn Hideyoshi in Kyoto wiederentdeckt

AS: Im Kyomizudera-Tempel in Kyoto wurde ein mit rotem Wachs versiegelter Brief des Kriegsherrn Toyotomi Hideyoshi (1537-1598) wiedergefunden, in dem er sich für die Genesung seiner Mutter bedankt.

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Das Historiografische Institut der Universität Tokyo fertigte eine Kopie des Dokuments in oder nach 1886 an. Das Original ging damals allerdings verloren.

Brief wurde beim Sortieren von alten Dokumenten gefunden

Der Brief wurde von Priestern gefunden, die zu diesem Zeitpunkt 194 alte Dokumente des Tempels sortierten. Der „Shuinjo“ ist auf einem Blatt traditionellem japanischen Otaka-Danshi-Papiers geschrieben und 62 mal 44 Zentimeter groß.

Versiegelt wurde er mit Hideyoshis rotem Siegel, was bedeutet, dass der Kriegsherr ihn einst selbst verfasst hat. Geschrieben wurde der Brief am 10. März 1589.

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Laut Teruhisa Sakai, dem Kurator des Tempels, schrieb Hideyoshi, dass sein Wunsch nach der Genesung seiner Mutter Omandokoro erfüllt worden und dass ein Geschenk von Reis als Belohnung und zum Bau eines Tempels auf dem Weg sei.

„Der Brief kann verwendet werden, um die Daten zu verifizieren, wann andere Briefe geschrieben wurden, basierend auf der Qualität des Papiers, der Form des roten Siegels und anderen Faktoren“, so Sakai.

Zwei weitere Briefe, die mit Hideyoshi in Verbindung gebracht werden, wurden ebenfalls gefunden. In einem bedankt er sich beim Tempel dafür, dass man ihm zwei Sets von „Yukata“ geschenkt hat.

In dem anderen Schreiben heißt es, dass Hideyoshis Gefolgsmann Mashita Nagamori und andere dem Tempel damals 30 Tonnen Reis für die Wiederherstellung von Omandokoro gespendet hätten.

Weitere Dokumente entdeckt

Zu den weiteren Funden gehörten 16 „rinji“ (kaiserliche Anordnungen), die von aufeinanderfolgenden Kaisern an Oberpriester des Jojuin, einem Untertempel des Kiyomizudera, ausgestellt worden waren. Angefangen von seinem Gründer Gan’a bis hin zu Zokai, der in der späten Edo-Periode (1603-1867) diente.

Die kaiserlichen Anordnungen wurden offenbar erlassen, um den Titel „Shonin“, der nur vom Kaiser autorisiert werden konnte, an aufeinanderfolgende Priester in Jojuin zu vergeben.

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