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Der Hohepriester kämpft um den heiligen Ort

Brust-Tempel in Aichi drängt darauf, ernst genommen zu werden

Die Besucher von Komaki in der Präfektur Aichi reagieren oftmals mit Verlegenheit, wenn sie über den sogenannten „Brust-Tempel“ dort reden und sich die dort ausgestellten Artefakte ansehen. Der Hohepriester Morio Okada kämpft bereits seit langem darum, dass das Heiligtum ernst genommen wird.

Okada ist 70 Jahre alt und Hohepriester des „Busen-Tempels“ Mama Kanon. Ihm geht es vor allem um die ernsten, teilweise lebensbedrohlichen Themen, mit denen sich der Tempel befasst. Normalerweise wird in Tempeln und Heiligtümern in Japan für Dinge wie Erfolg in der Schule oder eine glückliche Beziehung gebetet.

Tempel im Zeichen des Busens

Die Gläubigen im Mama-Kanon-Tempel kommen oft in der Hoffnung, Probleme in Zusammenhang mit ihrer Brust zu lösen, darunter Krebserkrankungen oder die Unfähigkeit, ihre Kinder zu stillen.

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Gemäß einer lokalen Legende kam einst eine arme junge Witwe zum Tempel, die ihr Kind nicht stillen konnten und auch keine andere Nahrung für das Baby kaufen konnte. Eine Nachbarin gab ihr etwas Reis, den sie im Tempel opferte. Nach einem Gebet konnte die Frau genug Milch produzieren, um ihr Baby zu versorgen und auch der Frau ging es wieder besser.

Wenn Menschen den Tempel besuchen, können sie sich an einem Busen-förmigen Waschbecken die Hände reinigen, wobei das Wasser aus den Brustwarzen zu sprudeln scheint. Hinter dem Becken befinden sich unzählige „Ema“ Holztafeln, die Frauen-Brüste darstellen. Im Heiligtum können die Besucher auch Glücksbringer in Busenform oder eine Abbildung kaufen.

Brust-Tempel als Besucher-Magnet

Als Okada vor 40 Jahren die Leitung des Ortes übernahm, war der Tempel heruntergewirtschaftet und Amulette gab es schon lange nicht mehr zu kaufen. Er installierte das Busen-Waschbecken und überlegte sich die Brust-Artefakte, um Besucher anzulocken.

Für einen schönen Busen
Talismane aus dem Brust-Tempel Bild: Mama-Kanon-Tempel Aichi

Einige Ema im Mama Kanon zeigen natürlich auch den Wunsch von Frauen, einfach schönere Brüste zu bekommen. Die Mehrzahl kommt aber wirklich, wenn sie Probleme mit ihren Brüsten haben, um zu beten. Auch Familienmitglieder kommen immer wieder, um für ihre Liebsten ein Gebet zu sprechen.

AS

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