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In dem Tempel in der Innenstadt kann auch direkt geheiratet werden

Buddhistischer Tempel in Tokyo bietet Partnervermittlung an

Ein mehr als 400 Jahre alter buddhistischer Tempel in Tokyo macht gerade mit einem besonderen Service von sich reden. Der heilige Ort versucht sich sehr erfolgreich als Partnervermittlung.

Der Tsukiji Hongwanji-Tempel liegt im Bezirk Chuo und freut sich bereits über mehr als 100 Anfragen für den Bund fürs Leben, seitdem im Juli der erste Gottesdienst mit dem Titel „Tsukiji no Tera-Kon“ (Tsukiji Tempel-Ehe) gefeiert wurde. Eine erfahrene Ehe-Beraterin ist jetzt Vollzeit im Tempel beschäftigt, um die unerwartet große Anzahl an Anfragen nach Partnervermittlungen bewältigen zu können.

Tempel sucht weitere Heiratswillige

Die Vermittlerin geht davon aus, dass viele Menschen mehr Vertrauen zu ihr haben, weil sie in einem Tempel arbeitet. Die Wochenend-Termine für Anbahnungsgespräche sind schon weit in die Zukunft hinaus ausgebucht. Die Heiratswilligen, die sich bei ihr melden, werden direkt interviewt und anschließend in eine nationale Datenbank für Partnervermittlung registriert.

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Die Mitarbeiter helfen den Leuten bei der Erstellung eines persönlichen Profils und unterstützen auch bei der Organisation von Gesprächen mit potenziellen Ehepartnern. Bisher läuft das Programm seit knapp zwei Monaten, wobei sich bisher mehr als 20 Personen im Alter zwischen 20 und 70 Jahren anmeldeten.

Die Teilnehmer kommen mit großer Hoffnung, weil sie „klassischen“ Partnervermittlungen oder modernen Angeboten gegenüber eher skeptisch sind. Deswegen sind sie dem bekannten heiligen Ort gegenüber aufgeschlossener. Dies passt sehr gut mit einem neuen Ziel des Tsukiji Hongwanji überein, „offener“ zu werden und so auch junge Menschen und Familie anzusprechen.

Heiliger Ort im Herzen Tokyos
Tsukiji Hongwanji im Herzen Tokyos Bild: Asahi Shimbun / Ryo Oyama

Angebote für jüngere Menschen

Der Tempel richtete im letzten Jahr Gemeinschaftsgräber ein, für die keine Verwaltungsgebühren gezahlt werden müssen. Außerdem eröffnete der heilige Ort im letzten Jahr ein Café sowie einen kleinen Shop auf seinem Gelände. Bereits in der Edo-Zeit (1603 – 1867) spielt er eine Rolle als Ehe-Vermittlung vor allem für die Menschen in seiner direkten Umgebung.

Die Priester erinnerten sich wieder an diese Tradition und entschlossen sich, sie wiederzubeleben, um so vor allem jüngere Menschen anzusprechen und sie für den heiligen Ort zu begeistern. Bislang gab es Matches allerdings nur mit Mitgliedern anderer Partner-Agenturen, allerdings hofft man, durch mehr Anmeldungen auch bald „interne“ Paare zusammenbringen zu können.

Das Gebäude des Tsukiji Hongwanji ist in einem indischen Architekturstil gestaltet und bereits ein beliebter Ort, um den Bund fürs Leben zu schließen und diesen anschließend gebührend zu feiern. Wer im Zuge eines Gottesdienstes in den Räumen heiratet, feiert in der Regel auch auf dem Gelände und nimmt weitere Angebote in Anspruch.

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