News Kultur Turm des Nagoya Castle aus altem Baum rekonstruiert

Turm des Nagoya Castle aus altem Baum rekonstruiert

In Japan wird ein mehr als 400 Jahre alter Pinienbaum umgebaut

Das Nagoya Castle von 1610 ist eines der Wahrzeichen Japans. Im Zweiten Weltkrieg wurden Teile der Burg zerstört, so auch der Turm, der als Stahlbau einst wieder aufgebaut wurde. Doch durch den schlechten Zustand, in dem sich der Burgturm aktuell befindet, soll dieser nun neu errichtet werden.

Die Takenaka Corporation ist das hauptverantwortliche Unternehmen für die Rekonstruktionsarbeiten. Sie unterschrieben den Vertrag für den Wiederaufbau nach alten Plänen und sind für die Beschaffung des benötigten Materials zuständig. Da der Originalturm aus Holz bestand, soll auch der neue Burgturm in einer Holzstruktur wiederaufgebaut werden. Dazu wurde eine Menge Holz benötigt, und die Firma musste dafür einen geeigneten Baum finden. Schließlich fiel die Entscheidung auf eine rote Pinie. Diese steht auf einem Berg, der im Besitz eines Shinto Schreins ist.

Pinienbaum
Bild: Pixabay

Dieser Pinienbaum ist über 400 Jahre alt und reicht über 20 Meter in die Höhe. Der breiteste Teil seines Stamms hat einen Durchmesser von über einem Meter. Und sie brauchen diesen riesigen Baum aus Oshu in der nordjapanischen Präfektur Iwate. Denn aus ihm soll das größte Einzelstück Holz entstehen, das in den letzten Jahren verarbeitet wurde.

Der Weg zur vollständigen Rekonstruktion

Doch noch muss die Agentur für kulturelle Angelegenheiten den Plan für den Nachbau des Burgturms genehmigen. Denn bisher konnten sich die Experten nicht auf einen Weg, die Steinwände zu bewahren, einigen. Trotzdem ist die Regierung Nagoyas zuversichtlich. Sie hoffen, bald mit den Vorbereitungen für die Fällung und Verarbeitung der Pinie beginnen zu können. Denn sie wünschen sich so schnell es geht ihr vollkommenes Wahrzeichen zurück. Der bisherige Baubeginn soll im Frühjahr 2019 sein.

Bereits im Juni dieses Jahres wurde der Hauptpalast der Burg (Hommaru-Palast) der Öffentlichkeit präsentiert, der durch Luftangriffe 1945 zerstört wurde. 2009 begann der Wiederaufbau. Nun erstrahlt der Palast fast wieder im alten Glanz. Bereits im letzten Jahr wurde die Burg während der Weihnachts- und Neujahrszeit durch Lichtinstallationen in Szene gesetzt. Vielleicht wird auch in den kommenden Jahren, wenn die Burg komplett restauriert ist, den Besuchern in der Winterzeit ähnliches geboten.

Quelle: NHK

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