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Daisen Kofun – Japans größtes Hügelgrab enthüllt Steinpflasterungen

Das Daisen Kofun ist Japans größtes Hügelgrab und eines der drei größten Grabstätten weltweit – zusammen mit dem Mausoleum des ersten Qin-Kaisers in China und der großen Pyramide von Gizeh in Ägypten. Erst seit Kurzem sind Ausgrabungsarbeiten an der kaiserlichen Ruhestätte gestattet. Diese enthüllten nun Steinpflasterungen um das Kaisergrab.

Errichtet wurde die Grabstätte, die sich in Sakai (Präfektur Osaka) befindet, im 5. Jahrhundert für den Kaiser Nintoku. Japan erwägt zudem, es als Weltkulturerbe der UNESCO vorzuschlagen. Eigentlich gilt das Grab, welches Eigentum der japanischen Kaiserfamilie ist, als ein Ort, der nicht berührt werden darf, um den Frieden und die Heiligkeit der Toten zu bewahren.

Daisen Kofun, Hügelgrab Osaka, Japan
Bild: Kyodo News

Doch die Aushöhlung der Grabstätte durch Wasser erfordert nun Erhaltungsmaßnahmen der kulturellen Stätte, so dass auch eine Untersuchung von Teilen des Grabes möglich ist. Die Grabstätte, welche die Form eines Schlüsselloches hat, ist von Wasser und Grüngürteln (Deichen) umgeben. In einem dieser Grünflächen entdeckten Beamte des Kaiserlichen Hofamts nun bei Ausgrabungsarbeiten Steinpflasterungen. Schon im April dieses Jahres gab das Kaiserliche Hofamt Japans bekannt, dass die Ausmaße der Grabstätte größer sind als bisher angenommen. Man schätzt die Länge auf mindestens 525 Meter.

Das Hügelgrab enthüllt eines seiner Geheimnisse

Die Entdeckung gibt nun einen kleinen Einblick in die Struktur des Kaisergrabes. Weitere Untersuchungen ergaben, dass der innere Deich oder Grüngürtel der Grabstätte mit einer Gesamtfläche von 65.000 Quadratmetern vollständig gepflastert war. Diese weisen auf die gewaltige Arbeitskraft hin, die der Bau erforderte. Am Donnerstag wurde die Ausgrabungsstätte das erste Mal der Presse präsentiert.

Ausgrabungen, Daisen Kofun, Hügelgrab Osaka, Japan
Bild: Kyodo News

Kazuo Ichinose, Professor für Archäologie an der Kyoto Tachibana University, zeigte sich überwältigt von der Steinarbeit. Seinen Schätzungen zufolge war das Hügelgrab mit etwa 50 Millionen Steinen bedeckt. Der Aufwand für das Sammeln und Tragen der Steine muss immens gewesen sein, vermutet er. „Umgeben von Tonobjekten und weißen Steinen können wir uns vorstellen, dass der innere Deich ein heiliges Bild wie ein Schrein hat“, sagte Katsuhisa Takahashi, Professor an der Hanazono University. Unter den Forschern wird nun die Forderung laut, das Grab weiter zu untersuchen und gegebenenfalls auch für die Öffentlichkeit zu öffnen.

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Quelle: Kyodo News

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