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Das Schloss Kumamoto in Japans Südwesten erhebt sich wieder

Die gebogenen Steinmauern vom Kumamoto-Schloss in Japans Südwesten bremsten einst feindliche Angreifer aus. Im April 2016 fielen sie jedoch einem Erdbeben zum Opfer. Sie stürzten ein und hinterließen Trümmer.

Am 27. Dezember durften die Medien nun zum ersten Mal die neu errichteten Mauern in voller Pracht bewundern. Denn die Restauration vom Schloss macht stetig gute Fortschritte. Die einzigartige Form der sogenannten „Musha-Gaeshi“-Steinwände ist so gestaltet, dass sie umso steiler sind, je höher sie werden. Sie bilden das Fundament der sechsstöckigen Burg und sind bereits vollkommen wiedererrichtet.

Kumamoto Schloss und seine Steinwände
Quelle: Wikimedia Commmons

Die Erdbeben löste 791 Steine, die für die Hauptfestung genutzt waren. Ein Projektteam, das mit dem Wiederaufbau beauftragt ist, versuchte möglichst viele der originalen Teile bei der Restauration wieder zu nutzen. Die Steinmetze waren jedoch gezwungen, 120 neue Steine anzufertigen, um die vorhandenen Lücken zu füllen. Denn viele der Originalteile waren zerbrochen und somit unbrauchbar. Laut dem Zeitplan sollen die Arbeiter, die für den Wiederaufbau zuständig sind, ab Januar etwa 2.400 Steine für den zweiten Turm vom Kumamoto-Schloss neben dem Hauptgebäude wieder zusammensetzen.

Da Kumamoto im Jahr 2019 Veranstaltungsort für den Rugby World Cup ist, will die lokale Regierung der Öffentlichkeit Zugang zum Hauptgebäude gewähren. Für einen begrenzten Zeitraum ab dem 5. Oktober dürfen sowohl Besucher des besonderen Sportereignisses, sowie Bewohner der Stadt diese Sehenswürdigkeit bewundern. Sie können dann die widerstandsfähige Natur vom Schloss ganz aus der Nähe betrachten. Auch im darauffolgenden Jahr ist eine Besichtigung für die Öffentlichkeit in Planung. 2020 dürfen Besucher das zum Teil restaurierte Schloss und den 350-Meter langen exklusiven Pfad besichtigen. Zu diesem gehört auch ein Aufzug, der für 1,8 Billionen Yen (ca. 14 Millionen Euro) neu errichtet wird.

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