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Denkmal vom japanischen Schindler in Israel zerstört

Obwohl Japan während des Zweiten Weltkriegs ein enges Verhältnis mit Deutschland führte, teilten sie nicht den Hass gegen Juden. Zwar behandelte das Land die jüdischen Einwohner mit viel Argwohn und überwachte sie systematisch, wie alle als Ausländer geltende Personen. Zu einer systematischen Verfolgung und Tötung kam es jedoch nie. Trotz alledem überrascht es viele, dass ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete. Ein Denkmal für den japanischen Schindler in Israel ist allerdings nun für immer zerstört.

Chiune Sugihara half jüdischen Flüchtlingen vom japanischen Konsulat in Litauen aus, ein Transitvisum auszustellen, obwohl Deutschland es strikt verboten hatte. Durch seinen Widerstand verhalf er so etwa 6.000 Juden zur Flucht in sichere Länder und rettete ihnen das Leben.

Als Dank für seine gefährliche Arbeit ließ Israel 1985 in Beit Shemesh 400 Kiefern und andere Bäume pflanzen. Chiunes Sohn Nobuki besuchte am Dienstag die Gedenkstätte, um sich die Bäume sowie das Denkmal anzusehen. Er nahm bei der Pflanzung damals an der Zeremonie teil, da sein Vater zu krank für die Reise war. Umso geschockter war er, als zahlreiche Bäume weg waren.

Zuständige versprechen Ersatz

Ein Bauunternehmen fällte sie nach bisherigen Angaben, um Eigentumswohnungen zu bauen. Mit den Bäumen ist ebenfalls das Denkmal verschwunden, das ohne Genehmigung entfernt wurde, sodass das komplette Andenken an Chiune zerstört ist. Nobuki gab an, dass er unglaublich geschockt und traurig wegen der Zerstörung sei. Er erinnert sich, wie er Bäume mit den Überlebenden pflanzte, die sein Vater rettete. David Shor, der Sohn eines Überlebenden, äußerte sich ebenfalls schockiert über den Vorfall. Die Setzlinge sollten eigentlich zu einem großen Wald heranwachsen, wie die Nachkommen der Überlebenden.

Der Jewish National Fund, der für das Denkmal verantwortlich war, gab an, dass sie sich bei Nobuki entschuldigen wollen. Sie planten dazu die Bäume woanders zu pflanzen und ein neues Denkmal aufzustellen. Den Wert und die Bedeutung des Originals wird das neue Monument jedoch wohl kaum ersetzen. Ebenfalls ist nicht bekannt, ob es Konsequenzen für das Bauunternehmen oder die Stadt für die Zerstörung gibt. Chiune Sugihara verstarb 1986 in Kamakura und trägt den offiziellen Titel „Gerechter unter den Völkern“.

Quelle: NHK

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