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Zum Todestag des Gründungsmönches

Enryakuji-Tempel in Japan öffnet geheimnisvolle Kaidan-in Halle für Besucher

Der Enryakuji-Tempel auf dem Berg Hieizan ist in Japan sehr bekannt. Der 1.200 Jahre alte Tempel birgt viele Geheimnisse, unter anderen die sagenumwobene Haupthalle Kaidan-in, die bisher nie von Besuchern betreten werden durfte.

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Das ändert sich nun im Rahmen der „Daionki“ (großen Feierlichkeiten) zum Gedenken an den Tod des Gründungsmönchs des Tempels, Saicho. Er starb im neunten Jahrhundert.

Besondere Aktion zum Todestag des Gründungsmönchs

Bis zum 12. Dezember besteht diese außergewöhnliche Möglichkeit für Besucher. Zudem ist auch die Hokke-Soji-in-Todo-Pagode des Enryakuji in diesem Zeitraum zugänglich.

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In der Kaidan-in-Pagode, die von der Zentralregierung als wichtiges Kulturgut eingestuft wurde, findet jedes Jahr ein Ritual statt, bei dem Mitglieder der Tendai-Schule des Buddhismus offiziell als Priester anerkannt werden. Selbst Mönche dürfen das Gebäude nur einmal in ihrem Leben betreten.

Halle wurde zerstört und wieder aufgebaut

Am Tag vor seinem Tod vor 1.200 Jahren erhielt der Mönch Saicho vom kaiserlichen Hof eine Urkunde zum Bau des Kaidan-in. Die Halle wurde nach seinem Tod fertiggestellt.

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Doch während der Belagerung von Hieizan durch den Kriegsherrn Oda Nobunaga im Jahr 1571 wurde sie zusammen mit anderen buddhistischen Tempeln durch ein Feuer zerstört, bevor sie 1678 wieder aufgebaut wurde.

Noch heute spielt der Hokke Soji-in Todo die zentrale Rolle unter den sechs von Saicho gegründeten Pagoden im ganzen Land.

Auch sie wurde während der Belagerung durch ein Feuer zerstört, aber 1980 nach Zeichnungen der ursprünglichen Form aus der Kamakura-Periode (1185-1333) wiederaufgebaut.

Halle im Tempel nur für kurze Zeit zugänglich

„Kaidan-in ist eine besonders wichtige Halle und es ist vielleicht die letzte Gelegenheit, sie für die Öffentlichkeit zu öffnen“, sagte Gyokai Imadegawa, der Leiter des Enryakuji-Gottesdienstes. „Wir hoffen, dass die Besucher anlässlich des Daionki-Jubiläums die Gedanken des großen Meisters spüren können.“

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Die Veranstaltungsorte sind im November von 9 bis 16 Uhr und im Dezember von 09:30 Uhr bis 15:30 Uhr geöffnet. Dazu müssen Besucher eine spezielle Eintrittskarte kaufen, die auch Zugang zu einer Sonderausstellung in der Kokuhoden-Halle gewährt. Die Eintrittskarten kosten 500 Yen (ca. 3,86 Euro) für Erwachsene, 300 Yen (ca. 2,32 Euro) für Schüler der Mittel- und Oberstufe und 100 (0,77 Euro) Yen für Grundschüler.

Vor Ort kann man auch einen exklusiven „Goshuin“-Stempel erhalten. Weitere Informationen gibt es auf der offiziellen Website.

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