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Erste Pilgerreise nach Pandemiepause

Farbenfrohe Prozession aus der Heian-Zeit wird nachgestellt

In der japanischen Stadt Tanabe in der Präfektur Wakayama wurde die Heian-Zeit (798 bis 1185) wieder lebendig.

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Am 3. November stellten historisch gekleidete Menschen in einer bunten Prozession den bekannten „Kumano-Kodo-Pilgerweg“ nach. Sie wanderten auf denselben Routen wie damals die Mönche und andere mittelalterliche Figuren.

Kaiser, Mönch und Hofbeamte unterwegs

An der „Kumano-Kodo-Schriftrollen-Prozession“ nahmen etwa 30 Personen in bunten Kostümen und mit Strohhüten teil und wanderten die etwa 1,5 Kilometer lange Route entlang. Bereits zum 29. Mal konnte diese Veranstaltung stattfinden, nachdem sie pandemiebedingt für drei Jahre nicht durchgeführt wurde.

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Unter den dargestellten Personen war der Kaiser im Ruhestand, der ins Priesteramt wechselte, der Mönch und Dichter Saigyo Hoshi, weibliche Hofbeamte und „eji“ – kaiserliche Hofwärter. Auch einige Kinder und eine Frau aus Übersee nahmen teil.

Kumano-Kodo-Pilgerfahrt Wald
Die Prozession führte auch durch ein malerisches Wäldchen. Bild: MS
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Die Prozession besuchte auch den Takahara-Kumano-Schrein und drehte eine Runde durch den Takahara-Bezirk, stets bewundert von Schaulustigen, die Fotos machten.

Geschichte und Kultur der Region

Mayumi Iwami ist eine Büroangestellte aus der Nachbarstadt Kamitonda und war als „Nonnen-Shogun“ Hojo Masako gekleidet, die nach dem Tod ihres Mannes große politische Macht ausübte. „Es ist schwer, in diesem Kostüm zu gehen, da ich keine großen Schritte machen kann. Ich konnte mich in die Kämpfe und Gefühle der Menschen zu jener Zeit hineinversetzen. Mein Mann stammt aus Takahara, und so habe ich zum ersten Mal teilgenommen. Ich bin froh, dass ich die Geschichte und Kultur der Region erleben konnte.“

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