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Der stillen Gelassenheit kann man sich nicht entziehen

Foto eines verschneiten Tempels in Miyagi beeindruckt Menschen weltweit

Oftmals hören wir, wenn es um Schnee in Japan geht, Berichte über Chaos oder Unfälle, die mit der weißen Masse in Zusammenhang stehen. Allerdings hat das verschneite Japan auch seine schönen Seiten, die vordergründig in den sozialen Netzwerken immer wieder für Begeisterung sorgen. Denn gerade Tempel haben dann einen ganz eigenen Zauber, dem man sich nur schwer entziehen kann.

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Solche Bilder sind aber nicht leicht für die Ewigkeit festzuhalten, umso beeindruckender sind sie, wenn es dann doch gelingt. Eine begeisterte japanische Fotografin veröffentlichte auf Twitter in den letzten Tagen einen Schnappschuss aus Entsuin, einem buddhistischen Tempel in Matsushima (Präfektur Miyagi).

Ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte

Das Foto überzeugt mit einer klassischen Schlichtheit, die die besondere Schönheit des Ortes noch hervorhebt und den Betrachter direkt anspricht. Zwar steht das historische Gebäude ganz klar im Fokus, die weiße Landschaft mit dem fallenden Schnee sorgt zusätzlich für eine Weite, die traumhaft und unwirklich wirkt.

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Die Darstellung entspricht völlig dem, was viele in Verbindung mit einem buddhistischen Tempel bringen. Das Foto scheint es möglich zu machen, die Stille des heiligen Ortes zu hören, während der Schnee leise zur Erde rieselt. Die frische Bergluft kann man ebenfalls fast schon riechen. Ähnlich ergeht es vielen Betrachtern in den sozialen Netzwerken, die voll des Lobes für das außergewöhnliche Bild sind.

Entsuin blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Tempel wurde 1647 im Gedächtnis an Date Mitsumune errichtet, der ein Enkel des legendären Kriegers und Daimyos Date Masamune war (1585 – 1636) war. Dieser ist heute eine bedeutende historische Figur in Miyagi und das nicht nur, weil er die heutige Hauptstadt der Präfektur, Sendai, gründen ließ.

Winter-Zauber in Miyagi
Tempel in Miyagi Bild: Twitter / @zookomi0124

Miyagi verzaubert zu jeder Jahreszeit

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Das dargestellte Gebäude liegt auf dem Tempel-Gelände und trägt den Namen „Sankeiden“. Es enthält einen Miniaturschrein zu Ehren von Mitsumune, der 1645 im Alter von nur 19 Jahren verstarb. Ein besonderer Blickfang im Inneren des Gebäudes sind Rosenbilder, deren Vorlagen aus Rom stammen. Einige Mitglieder waren Anfang des 16. Jahrhunderts in Italien und brachten die Darstellungen mit nach Japan

Der „Sankeiden“ wurde unter anderem wegen dieser Designs von der japanischen Regierung zu einem wichtigen nationalen Kulturgut ernannt. Viele Besucher kommen in den Tempel, um Ruhe zu finden und der Hektik des Alltags zu entkommen. Vor allem im Herbst ist Entsuin bei den Besuchern sehr beliebt, wenn die Bäume mit ihrem bunten Laub ebenfalls für eine besondere Atmosphäre sorgen.

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