Stats

Anzeige
Home News Kultur Fukushima Food Event in Tokyo

Fukushima Food Event in Tokyo

Veranstaltung zur Minderung der Angst vor Produkten aus Fukushima

Ein Food Event für Fukushima hat am Samstag in Tokyo begonnen. Der Zweck ist die Förderung von Produkten aus der Präfektur Fukushima. Doch das Event selbst ist nur ein kleiner Teil einer Kampagne zur Minderung der Angst vor diesen Produkten in der Bevölkerung.

2011 gab es in Fukushima einen katastrophalen Unfall, der das Atomkraftwerk betraf. Im März traf das weltweit stärkste Erdbeben aller Zeiten das Land. Nicht nur das Beben, sondern auch der danach eintreffende Tsunami sorgte dafür, dass 15.887 Menschen ihr Leben verloren. Denn die meisten waren durch diese kurz aufeinander folgenden Katastrophen nicht in der Lage, sich zu retten. Tausende Häuser wurden zerstört und Landschaften, ja ganze Städte lagen in Schutt und Asche. Doch damit nicht genug: Mehrere Atomkraftwerke waren von dem Beben und dem Tsunami betroffen.

Die TEPCO (Japanese Electic Power Company), einer von Japans Kernkraftwerkbetreibern, meldete gegen Nachmittag, dass es einen Notfall im Kraftwerk gegeben habe. Von da an ging die Katastrophe von Fukushima los. Die ganze Welt blickte auf die Stadt und verbreitete Horrornachrichten. Von der Geisterstadt Tokyo war vor allem in Deutschland die Rede. Die Angst, dass das ganze Land oder große Teile radioaktiv verstrahlt werden könnten war groß. Und eine ähnliche Angst hält sich bis heute. Viele Bürger wollen keine Produkte aus der Katastrophenregion kaufen. Verwunderlich ist das nicht. Denn noch immer sind die Strahlungswerte im Kraftwerk viel zu hoch. Im näheren Umfeld des Unfallorts dürfen noch immer keine Menschen wohnen.

Das Food Event soll die Qualitäten Fukushimas in den Vordergrund stellen und Ängste nehmen

Nun soll jedoch eine Kampagne Japans Bürgern die Angst und Sorge, die mit Produkten aus Fukushima in Verbindung gebracht werden, nehmen. Das zweitägige Event fand am vergangenen Wochenende vor der JR Okachimachi Station im Ueno Distrikt von Tokyo statt. Essensstände verkauften verschiedene Produkte von Reis über Gemüse bis hin zu Äpfeln. Überall konnten Besucher zuerst die angebotenen Produkte probieren. Doch die Händler verkauften auch lokale Spezialitäten wie gegrillte Rinderspieße, ein frittiertes Nudelgericht und eine traditionelle Kartoffelsuppe. Auch Sake gab es im Angebot.

Einige Kunden sagten, sie hoffen, dass mehr Menschen die Qualitäten von Fukushima wiederentdecken. Denn die dort lebenden Menschen bauen schon seit sie zurückgekehrt sind wieder Produkte an und züchten schon eine Weile wieder Tiere dort. Unter ihnen gab es seitdem keine strahlungsbedingten Todesfälle.

Organisiert wurde das Event zu genau diesem Zweck. Um die Qualitäten Fukushimas und der von dort kommenden Produkte in den Vordergrund zu rücken. Veranstalter ist ein Netzwerk von etwa 130 Unternehmen, die Unterstützungen für den Wiederaufbau der Präfektur bieten. Der Vorsitzende dieser Gruppe, Hiroyoshi Koizumi, sagte, dass genau die Ängste und Bedenken, wie es um die Sicherheit der Produkte aus Fukushima steht, die lokale Industrie beeinflussen. Sie sorgen dafür, dass die lokalen Produkte sich nicht verkaufen. Dadurch verlieren die Verkäufer jedoch ihre einzige Lebensgrundlage. Er hoffe daher, dass das Event die Menschen dazu anregt, zusammenzuarbeiten und Fukushima zu helfen, sich zu erholen.

Quelle: NHK

Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Rolling Sushi - der Japan-Podcast

Rolling Sushi - Japan für die Ohren

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here