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HomeNachrichten aus JapanKulturGeishas und Maikos finden sich zum "Kagai Soken" in Kyoto ein

Ohne Pandemie-Einschränkungen

Geishas und Maikos finden sich zum „Kagai Soken“ in Kyoto ein

In Kyoto begann das „Kagai Soken“, eine traditionelle Veranstaltung, bei denen die Geishas und Maikos aus den fünf großen „Kagaki“-Bezirken der Stadt zusammenkommen, um eine besondere Kabuki Aufführung anzusehen, bei der die neuen Schauspieler für das kommende Jahr vorgestellt werden.

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In diesem Jahr fanden sich etwas mehr als 40 Geishas und Maikos aus dem Miyagawacho Hanamachi ein, um die Aufführung „Kichirei Kaomise Kogyo“ beizuwohnen.

„Kagai Soken“ nach einem Jahr wieder mit prachtvollen Kimonos

Das „Kagai Soken“ findet jährlich statt und soll zur Verbesserung der künstlerischen Leistungen beitragen. Wegen der Pandemie wurde fand die Veranstaltung im vergangenen Jahr ohne Miyagawacho und alle anwesenden Geishas und Maikos kamen in Privatkleidung, um zu verhindern, dass sich vor dem Theater Menschenmassen sammeln.

In diesem Jahr fand die Veranstaltung in ihrer gewohnten Pracht statt. Es ist üblich, dass Meikos einen blumengeschmückten Haarschmuck („Kanzashi“) tragen. Daran befindet sich ein hölzernes Schild („Maneki“) und jede Maiko besucht die Garderobe ihres Lieblingsschauspielers, um ihn dazu zu bringen, seinen Namen auf den Haarschmuck zu schreiben.

Kleiner Bruch mit der Tradition

In diesem Jahr wurden die „Kanzashi“ vorab in das Theater geliefert und werden später zurückgegeben.

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Geishas und Maikos aus den Bezirken Gion Kobu, Pontocho, Gion Higashi und Kamishichiken hanamachi werden sich die Kabuki-Show vom 6. bis 10. Dezember ebenfalls ansehen. Die letzte Vorstellung von „Kichirei Kaomise Kogyo“ findet am 23. Dezember statt.

Pandemie zwingt zur Aufgabe

Die Pandemie hat dazu geführt, dass immer mehr Geishas und Maikos aufgeben mussten, da Partys, bei denen sie normalerweise auftreten, nicht möglich waren.  Zwar gibt es alternative Veranstaltungen, aber diese sind nur ein Tropfen auf dem heißen Stein.

Die Situation entspannt sich zwar wieder etwas, aber die Lage hat sich noch nicht allzu sehr gebessert. Anspruch auf staatliche Hilfe haben sie allerdings nicht.

Laut der Kyoto Traditional Art Foundation sank die Zahl der Geishas, die in den fünf Bezirken arbeiten, im März 2021 auf 161, die Zahl der Maikos sank auf 68.

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