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Die Gottheit geht auf Reisen, weil das Gion-Festival abgesagt werden musste

Gottheit wird in Kyoto durch die Straßen getragen, um Menschen zu segnen

Das Gion-Festival gehört zu den festen kulturellen Terminen in der japanischen Stadt Kyoto. Wegen der Corona-Pandemie musste das Fest größtenteils abgesagt werden. Damit die Menschen trotzdem in den Genuss einer Segnung kommen, trugen Shinto-Priester und freiwillige Helfer aus dem Yasaka-Schrein eine Gottheit durch die Straßen der Stadt.

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Da die Menschen in Japan wegen des Ausnahmezustandes aufgerufen sind, Zuhause zu bleiben, entschieden sich die Priester, den Geist der Gottheit auf diese Weise zu den Menschen zu bringen. Der Höhepunkt des Gion-Festivals ist die große „Yamahoko“-Wagenparade, die in diesem Jahr zum zweiten Mal abgesagt werden musste.

Wieder kein Gion-Festival in Kyoto

2020 gab es eine kleine Ersatzveranstaltung, bei der auch ein Wagen, der eine Gottheit trägt, mitfuhr. Normalerweise wäre die Gottheit des Yasaka-Schreins zwischen dem 18. und 23. Juli auf ihrem Wagen bei der Gion-Parade mitgefahren, die aber auch in diesem Jahr nicht stattfinden wird. In der letzten Zeit ruhte die Götter-Statue an einem heiligen Ort nicht weit vom Schrein entfernt. Zwischen dem 18. und 23. Juli zog sie durch alle 25 Bezirke von Kyoto, für deren Schutz sie zuständig ist.

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Shinto-Priester und Mitglieder der örtlichen Gemeinden arbeiteten gemeinsam an dem Wagen, jetzt waren sie auch für das Ersatzritual zuständig, wobei alle gemeinsam durch die Straßen gingen. Im Mittelpunkt stand ebenfalls ein kleiner Wagen mit der Gottheit, die von „Gohei“-Holzstäben sowie weißen und goldenen Luftschlangen umrahmt wurde.

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Die Menschen warten auf ihre Gottheit

An jedem Tag startete der Umzug pünktlich um 17 Uhr an dem aktuellen Ruheort der Gottheit. Nach dem ersten Tag warteten die Menschen in Kyoto darauf, dass die Prozession an ihren Häusern vorbeizieht, nachdem sie die Trommeln gehört hatten, die ihre Ankunft ankündigten. Die Prozession macht immer eine kleine Pause, bevor die Statue um 18:30 Uhr wieder an ihren Ruheort zurückkehrt.

Norio Kitamura (52 Jahre alt) ist Vorstand einer Gemeindegruppe, die mit dem Yasaka-Schrein zusammenarbeitet und er plante auch die Prozession. Er registrierte erfreut, dass in diesem Jahr mehr Menschen kamen, um die Gottheit zu begrüßen, als im letzten. Deswegen sei man umso glücklicher, die Gottheit wenigstens auf diese Weise zu den Leuten in Kyoto bringen zu können.

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