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HomeNachrichten aus JapanKulturGroße Parade zum Gion-Festival findet wieder in Kyoto statt

Wegen der Pandemie musste der Umzug die letzten beiden Jahre abgesagt werden

Große Parade zum Gion-Festival findet wieder in Kyoto statt

Das Gion-Festival im Juli ist eines der Hauptfeste in Kyoto. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten ist die große Wagen-Parade Yamahoko Junko. Wegen der Pandemie mussten die Besucher die letzten Jahre auf das Spektakel verzichten. In diesem Jahr soll es endlich wieder vor Ort stattfinden.

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Die Parade wird von der Gion Festival Yamahoko Association mit Sitz im Bezirk Nakagyo jedes Mal mit viel Aufwand vorbereitet. Vor wenigen Tagen trafen sich die Organisatoren mit 34 weiteren örtlichen Vereinen, die für die Gestaltung für Festwagen verantwortlich sind. Bei diesem Treffen wurde entschieden, die Parade, die wegen der Pandemie in den letzten zwei Jahre nicht stattfinden konnte, wieder in Kyoto zu veranstalten.

Gion-Festival soll Menschen aufmuntern

Einer der Gründe, warum man sich entschloss, die Parade in diesem Jahr wieder stattfinden zu lassen, war die Befürchtung, dass die traditionellen Fertigkeiten, die zum Zusammenbau der riesigen Wagen benötigt werden, sonst verloren gehen könnten. Die Konstruktionen aus Seilen und der Transport erfordert besondere Techniken, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Gleichzeitig soll das Fest die Menschen aufmuntern und die Nachwirkungen der Pandemie hemmen.

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Das Gion-Festival zählt zu den drei größten Festen Japans und besteht aus verschiedenen Veranstaltungen, die alle im Juli in Kyoto stattfinden. Der Yamahoko Junko ist der Höhepunkt und lockt jedes Jahr eine große Menge an Zuschauern in das Stadtzentrum von Kyoto. In diesem Jahr nehmen 23 Festwagen am Saki Matsuri (dem ersten Höhepunkt des Festes) am 17. Juli teil. Für den Ato Matsuri (den zweiten Höhepunkt) kündigten 11 Festwagen ihre Teilnahme an.

Ein Wagen namens Takayama aus dem 19. Jahrhundert wurde damals durch einen Regensturm schwer beschädigt und musste aus der Parade entfernt werden. Nach 200 Jahren wird er in diesem Jahr wieder bei der Feier mitfahren. Die Gion-Festival Yamahoko Association rechnet damit, dass während des Saki Matsuri, des Ato Matsuri und des Yoiyama (Festabend) mehr als eine Million Besucher kommen. Wobei die meisten zur Parade erwartet werden.

Während der Parade gelten besondere Regeln

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Die Yamahoko Junko in diesem Jahr zu veranstalten, wurde zum Teil auch durch die Aufhebung der Corona-Maßnahmen ermöglicht, die in 18 Präfekturen, darunter auch Kyoto, noch bis zum 21. März in Kraft waren. 2020 musste die große Parade seit 58 Jahren das erste Mal abgesagt werden. Damals nahm Corona auch in Japan massiv Fahrt auf, sodass die Veranstaltung nicht mehr stattfinden konnte. Das letzte Mal wurde das Festival 1962 wegen des Baus der Hankyu-Eisenbahnlinie abgesagt.

Gion-Festival unter strengen Regeln
Gion Festwagen wird aufgebaut Bild: Asahi Shimbun / Yoshiko Sato

Seit der Kriegszeit von 1943 bis 1946 war die Parade niemals mehr als zwei Jahre hintereinander abgesagt worden. Obwohl die Yamahoko Junko auch im letzten Jahr nicht stattfinden konnten, stellten die Vereine trotzdem 17 Wagen auf die Straßen, um damit ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und für deren Erhalt zu plädieren. Allerdings bitten die Organisatoren auch in diesem Jahr die Besucher und Zuschauer beim Aufbau nicht zuzusehen, um große Menschenansammlungen zu verhindern.

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