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Hiroshima Peace Memorial Museum nach Renovierung mit neuer Ausstellung eröffnet

Wer einmal nach Hiroshima reisen will, sollte unbedingt einen Abstecher in das Hiroshima Peace Memorial Museum machen. Das Museum befasst sich mit dem Atombombenabwurf am 6. August 1945, der fast die ganz Stadt zerstörte. Viele Stücke, Fotos und Berichte berichten von dem schrecklichen Ergebnis. Allerdings konnten in der letzten Zeit die Menschen nur einen Teil der Ausstellung sehen, da das Museum renoviert wurde. Nun feierte am Mittwoch das Hauptgebäude seine Wiedereröffnung.

Zwei Jahre dauerten die Arbeiten, die 2017 begannen. Es war das erste Mal seit 1991, dass das Gebäude und die Ausstellung eine Renovierung erhielten. In erster Linie sollte sich der Schutz vor Erdbeben verbessern. Gleichzeitig stellte das Museum eine neue Ausstellung mit neuen Stücken zusammen. Sie ist nun unter dem Thema „Reality of the Atomic Bombing“ ab Donnerstag der Öffentlichkeit zugänglich. Einen Tag vorher durfte die Presse bereits einen Blick auf sie werfen.

Ein komplett neuer Abschnitt befasst sich jetzt mit ausländischen Opfern, die bis jetzt wenig Aufmerksamkeit erhielten. Fotos, Zeichnungen und persönliche Dinge erinnern unter anderem an koreanische Zwangsarbeiter und amerikanische Kriegsgefangene, die während der Bombe starben. Die Sachen sollen dabei für sich sprechen und es gibt nur wenig Texte.

Besucher sollen den Schrecken der Bombe verstehen

Ebenfalls neu ist ein abgedunkelter Raum mit verbrannten Schuluniformen. In ihnen steht das lebensgroße Bild eines Mädchens, das in den Ruinen eines Hauses steht. Weiter sind in dem Raum Bilder von verstorbenen Schulkindern und Fotos von Opfern mit stark verbrannter Haut. Außerdem befasst sich der Abschnitt mit den Schäden direkt am Ground Zero und zeigt verbogene Stahlträger.

Die Ausstellung ist allgemein in vier Abschnitte unterteilt. Insgesamt gibt es dazu in der neuen Ausstellung 173 Fotos. Das sind 61 Bilder mehr als vorher. Die Papierkraniche vom ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama, die er 2016 der Stadt schenkte, sind weiterhin zu sehen.

Der ehemalige Museumsdirektor Kenji Shiga erklärte, dass er mit der renovierten Ausstellung den Horror der Bombe noch näherbringen will. Er hofft, dass Besucher lernen, was mit all den Menschen geschah und was die Konsequenzen von nuklearen Waffen sind. Leiter des Museums, Takuo Takigawa, gab Ähnliches an. Besucher sollen mit den Ausstellungsstücken den Schrecken der Bombe und den Schmerz der Opfer und ihrer Familien erkennen. Dass Menschen weltweit sich für das Ereignis interessieren, zeigen die Besucherzahlen. Alleine dieses Jahr besuchten bis März 1,52 Millionen Menschen das Hiroshima Peace Memorial Museum und das, obwohl es noch nicht komplett war.

Quelle: NHK, Kyodo

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