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Umbau zum traditionellen Kulturzentrum

Historisches Geisha-Haus in Tokyo strahlt in neuem Glanz

Bevor Tokyo zu der modernen Metropole wurde, die man heute kennt und liebt, waren die Gebäude der Stadt komplett aus Holz. Erdbeben, Kriege und neue Entwicklungen haben dafür gesorgt, dass immer weniger traditionelle Holzbauten standhalten.

Aber man kann immer noch einige Raritäten finden, wenn man weiß, wo man suchen muss. Im Stadtbezirk Minato von Tokyo wurde das letzte verbliebene hölzerne Geisha-Zuweisungsbüro der Stadt zwei Jahre lang umfassend renoviert und vor kurzem als „Minato City Center for Traditional Culture“ wiedereröffnet.

Zwei Jahre Umbau haben sich gelohnt

Um die aus dem frühen 20. Jahrhundert stammende Struktur zu erhalten, beauftragte der Bezirk Minato den japanischen Architekten Shigeru Aoki, der sich auf die Restaurierung historischer Gebäude spezialisiert hat.

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Seine Methode, die als „Verfeinerung der Architekturen“ bezeichnet wird, verwendet 80 Prozent der alten Struktur wieder und baut sie so um, dass sie modernen Standards wie zum Beispiel der Erdbebensicherheit entspricht.

Außenbereich des umgebauten Kulturzentrums
Außenbereich des umgebauten Kulturzentrums. Bild: Minato City Center for Traditional Culture

Aoki verschob das Haus um acht Meter, sodass er ein angrenzendes Betongebäude mit einem Aufzug hinzufügen konnte, um die ursprüngliche Struktur für jedermann zugänglich zu machen. Auch verrottendes Holz wurde neu ersetzt, sodass die Fassade des Hauses mit einer Mischung aus dunklen und hellen Brettern einen schönen Kontrast bildet.

Das zweistöckige Gebäude, das als greifbares Kulturgut des Stadtteils bestimmt wurde, beherbergt nun einen Galerieraum mit Fotos und Videos, die die Geschichte des Geisha-Hauses und seiner Nachbarschaft dokumentieren.

Informationsbereich des Kulturzentrums
Informationsbereich des Kulturzentrums. Bild: Minato City Center for Traditional Culture

Neben der Galerie findet sich eine kleine Teestube, die von Menschen mit Behinderungen betrieben wird. Obwohl die Essecke derzeit geschlossen ist, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, kann man sich trotzdem noch einen Drink zum Mitnehmen kaufen.

Kleine Teestube im Geisha-Haus
Kleine Teestube im Geisha-Haus. Bild: Minato City Center for Traditional Culture

Wenn die Teestube wieder vollständig geöffnet ist, kann man sich auf eine größere Auswahl freuen, die Erfrischungen wie Eiskaffee und Smoothies sowie komplette Mahlzeiten, einschließlich Curryreis und Udon, beinhaltet.

Platz in Tokyo für traditionelle Kultur

Das Highlight des Gebäudes ist jedoch der große Saal im zweiten Stock, der vollständig mit Tatami-Matten von Wand zu Wand verkleidet ist.

In diesem Raum finden regelmäßig Veranstaltungen statt, die sich auf die traditionelle japanische Kultur konzentrieren, darunter traditionelle Rakugo (Unterhaltungen, die auf komischen Monologen basieren), Theater-, Musik- und Tanzaufführungen.

Großer Saal mit Tatami-Matten ausgelegt
Großer Saal mit Tatami-Matten ausgelegt. Bild: Minato City Center for Traditional Culture

Darüber hinaus soll der Saal auch zur Förderung des internationalen Kulturaustauschs genutzt werden. Hier haben Anwohner und Menschen, die im Tokyo Stadtbezirk Minato studieren oder arbeiten, die Möglichkeit den Saal für bestimmte Aktivitäten zu mieten. Diese müssen sich natürlich rund um das Engagement, die Vielfalt der Gemeinschaft oder die traditionelle Kultur handeln.

Im Moment beschränken sich die Aktivitäten jedoch nur auf Vorträge, aufgrund der Coronavirus-Pandemie.

Das „Minato City Center for Traditional Culture“ in Tokyo ist täglich von 10 bis 21 Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich. Der letzte Einlass ist gegen 20.30 Uhr und der Eintritt ist für jeden kostenlos.

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