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Das Meiji Kinenkan blickt auf eine lange Geschichte zurück

Historisches Ryokan in Japan wird offiziell zum Kulturgut ernannt

Das Ryokan (traditionelles japanisches Gasthaus) ist seit langer Zeit in Minato, einem Stadtteil von Tokyo, zu finden. Ende letzten Monats wurde es offiziell zum materiellen Kulturgut ernannt.

Das Meiji Kinenkan wurde 1881 als Speise- und Empfangshalle gebaut, in der wichtige ausländische Gäste des Akasaka Palastes empfangen wurden. Im Oktober 1881 fand dort ein Abendessen mit wichtigen Staatsgästen aus England statt, die im Herbst dieses Jahres Japan besuchten.

Hoher Staatsbesuch in heiligen Hallen

Fünf Jahre später empfing Kaiserin Shōken im Meiji Kinenkan zum ersten Mal ausländische Gäste in westlicher Kleidung. Im Jahr 1888 fand in den Hallen ein Treffen in Anwesenheit von Kaiser Meiji statt, um den Entwurf der Verfassung zu erörtern. Dieses Zusammentreffen wurde in verschiedenen Kunstwerken dargestellt, die heute noch die Wände des Ryokan schmücken.

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Während des Baus des Meiji Jingu Gaien im Jahr 1918 wurde die Halle der Familie Ito gewidmet und an ihren heutigen Platz verlegt. Vor dem Krieg war das Gebäude als Gedenkstätte für die Verfassung bekannt und wurde für Veranstaltungen im Zusammenhang mit der kaiserlichen Familie verwendet. Im Jahr 1947 erhielt das Gebäude seinen heutigen Namen „Meiji Kinenkan“ und wurde als Hochzeitssaal genutzt.

Ein kleines Nebengebäude wurde unter dem Kaiser des Öfteren für Treffen verschiedener Hof-Diplomaten verwendet und befindet sich bis heute auf dem Gelände des Ryokan Meiji Kinenkan. Der Innenausbau veranschaulicht bis heute die Idee einer modernen Meiji-Zeit. Auch dieses Gebäude hat zwei Umsetzungen und das große Erdbeben von Kanto (1923) sowie den Zweiten Weltkrieg überstanden.

Nebenbau des Meiji Kinenkan
Historische Hallen Bild: Meiji Kinenkan

Ryokan für jede Gelegenheit

Die üppige Innenausstattung ist eine harmonische Verschmelzung zwischen Tradition und Moderne. Große Decken-Leuchter, goldene Wasserhähne und Vertäfelung aus hochwertigem Holz und schwarzer Lackierung gewähren einen Einblick in die Pracht der Vergangenheit, die sich noch heute in den hoch aufragenden Spiegeln widerspiegelt.

Das Hauptgebäude Meiji Kinenkan wurde aufgrund seiner über 100-jährigen Geschichte von der japanischen Regierung als materielles Kulturgut ausgewiesen. Auf diese Weise will man den historischen Hintergrund würdigen. Heute werden die Säle weiterhin für allerlei Events, wie Hochzeiten oder Firmen-Empfänge, genutzt.

Ryokan mit historischem Glanz
Glanz der Vergangenheit Bild: Meiji Kinenkan

An Wochentagen steht in erster Linie der „Kinkei“-Salon zur Verfügung, ein geräumiger Bereich, der einen Blick auf den Garten mit seinen zahllosen Blumen gewährt. Die Pflanzen geben ihm in jeder Jahreszeit ein anderes Antlitz. Aber auch die Inneneinrichtung weiß mit historischen Gegenständen zu begeistern, die ebenfalls den Glanz der Meiji-Zeit bis heute weitertragen.

Im Salon werden bis heute Kuchen, die speziell für das Meiji Kinenkan kreiert wurden, serviert. Die süßen Kleinigkeiten sind mittlerweile eine eigene Marke. „Kaminomi no Mori“ werden heutzutage mit Kaffee serviert.

MK

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