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Immer mehr japanische Tempel setzen auf YouTube, Livestreams und Apps

Die Zahl der Touristen in Japan steigt stetig an. Aus dem Grund werden viele Tempel im Land immer moderner, um möglichst viele Menschen anzuziehen. Vor allem soziale Medien, Videoplattformen und sogar Apps kommen dafür zum Einsatz. So entwickelte die buddhistische Nichiren-Sekte eine eigene App, die Menschen zu einem Besuch in ihre Tempel motivieren soll.

Gassho no Akashi heißt die kostenlose App, die eine Liste aller 5.000 Tempel enthält und wie Touristen sie am einfachsten erreichen. Wenn Besucher einen der Tempel besuchen, können sie das mit der App bestätigen und erhalten Punkte. Zusätzlich werden Bilder vom Haupttempel unter anderen freigeschaltet. Für den ersten Besuch gibt es fünf Punkte, für jeden weiteren gibt es jeweils einen Punkt. Ab 1.500 Punkten können Nutzer sie gegen eine Gebetskette eintauschen, bei 800 Punkten gibt es entweder eine 1.000 Yen Prepaid-Karte oder Räucherstäbchen und bei 300 gibt es einen Handyanhänger.

Viele Einheimische zeigten sich von der App begeistert. Eine 35-jährige Büroangestellte aus Hiroshima erklärte, dass sie gar nicht wusste, wie viele Tempel es in ihrer Nähe gibt. Sie besucht nun regelmäßig den Kokuzen-Tempel, in dem sie vorher nie war.

Gottesdienst im Livestream und in YouTube-Videos

Die Priester der Tempel freuen sich ebenfalls über die App. Der 72-Jährige Yoshiaki Okamoto vom Kentoku Tempel in Miyoshi hofft, dass so ein größeres Interesse vor allem in den entvölkerten Gebieten entsteht. Koetsu Watanabe vom Myofu-Tempel und Leiter des Präfektur-Tempelbüros hofft gleichzeitig, dass die Nichiren-Sekte bekannter wird und mehr junge Menschen zum Beten in die Gotteshäuser kommen. Die App feiert dazu den 800. Geburtstag des Priesters, der die Grundlagen der Sekte bildete.

Andere buddhistische Sekten besitzen zwar keine Apps, dafür jedoch Livestreams. So zeigt der Saifuku-ji der Jodo Shinshu-Sekte in Higashihiroshima regelmäßig den Gottesdienst live. Seit 2012 können Menschen online die Zeremonie verfolgen. Sie wollen damit den Anhängern, die nicht zum Tempel kommen können, die Möglichkeit zur Teilnahme geben. Das Angebot richtet sich dabei vor allem an die ältere Bevölkerung. Seit 2014 gibt es zusätzlich auf dem offiziellen YouTube-Account Videos von Predigen und Gastbeiträge. Priester Akira Negoro will so ebenfalls das Interesse bei jungen Menschen wecken und eine bessere Verbindung zu den Gläubigen aufbauen.

Twitter, Instagram, Facebook und Co.

Nicht weniger aufwendig geht der Saizen-ji Tempel in Hatsukaichi vor. Er und viele andere Tempel im Land posten auf sozialen Medien wie Twitter, Instagram und Facebook regelmäßig Fotos von wichtigen Ereignissen. Kumiko Yoneda, der Hüter des Tempels, will so die Reichweite fördern und Informationen einfacher zugänglich machen. Die Menschen sollen dabei wissen, dass sie jederzeit herzlich willkommen sind und sie durch Buddha inneren Frieden finden können.

Quelle: Chugoku Shimbun

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