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Die Laternen werden eigentlich für eine großes Fest in der Stadt benötigt

In Kyoto werden kaum noch traditionelle Laternen hergestellt

Während der traditionellen Yamahoko-Prozession erhellen zahllose Laternen die Nächte in Kyoto. In diesem Jahr kam die Herstellung dieser besonderen Leuchten aber fast zum Stillstand, weil auch ein Teil der Hauptveranstaltung einschließlich einiger Prozessionen während des Festes bereits abgesagt wurden.

Die Yamahoko-Prozession, die oftmals als „bewegliche Kunstschau“ bezeichnet wird, ist der Höhepunkt des jährlich stattfindenden Gion-Festivals in Kyoto. Das Festival an sich soll auf das Jahr 869 zurückgehen und damals als Zeremonie zur Abwehr einer Epidemie abgehalten worden sein. Bedauerlich, dass es dieses Jahr in Teilen einer Pandemie zum Opfer fällt.

Laternen erleuchten die Straßen Kyotos

Die Laternen-Fabrik Okugawa stellt jedes Jahr die Papier-Leuchten her, die zur Dekoration der Yamahoko-Wagen genutzt werden. In diesem Jahr produzierten die Angestellten aber hauptsächlich Laternen, die als Dekoration für Einkaufsstraßen in Shijo, Shinkyogoku und anderen Regionen Verwendung finden.

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Die Arbeiter begannen in diesem Jahr etwa eineinhalb Monate später mit der Hersteller der Fest-Produkte aus Papier. Die Zahl der Bestellungen ist im Vergleich zum Vorjahr um etwa ein Drittel zurückgegangen und liegt aktuell bei etwa 1.000 Laternen.

Normalerweise stapelten sich Anfang Juli bereits die Leuchten im Arbeitsbereich der Fabrik und warteten nur auf Handwerker und Künstler, die sie mit traditionellen Emblemen und mystischen Mustern bemalen.

Tenshis Bilder der Gion Matsuri
Wagen während der Gion Matsuri Bild: Tenshis

Hersteller hoffen auf ein besseres Jahr 2021

Der Meister der Laternen-Fabrik bedauert es sehr, dass in diesem Jahr wenige Laternen für eine außergewöhnliche Stimmung sorgen werden, wie sie die Besucher sonst immer erwartet. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass es im nächsten Jahr wieder lebhafter zugehen wird.

Das Gion-Festival gehört zu den drei schönsten seiner Art in ganz Japan. Vor allem die Prozession, bei der 33 Wagen durch die Straßen von Kyoto gezogen werden, lockt jedes Jahr viele Besucher an. Normalerweise dauert das Festival fast einen Monat, wegen Corona wurden aber große Teile bereits abgesagt.

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