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Egal ob "Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba" oder eine andere Reihe, immer mehr Fans zieht es nach Fukuoka

Jahrhundertealter Kamado-Schrein wird Pilger-Ort für Anime-Fans

Viele Schreine und Tempel in Japan werden nicht nur wegen ihrer religiösen Bedeutung verehrt, sondern auch für ihr ästhetisches Aussehen bewundert. Der Honmangu Kamado-Schrein in der Stadt Dazaifu (Präfektur Fukuoka) ist aufgrund seiner Schönheit zur Hanami und wegen seines bunten Herbst-Kleids immer wieder ein beliebter Anlaufort für Besucher.

Heutzutage kommen viele Besucher aber auch aus einem anderen Grund. Sie bewundern die zahlreichen Anime-Fan-Arts, die viele Fans dort bereits hinterlassen haben und fügen der Sammlung manchmal noch ihre eigenen hinzu.

„Demon Slayer“-Schrein

Vor allem „Demon Slayer“-Fans zieht es vermehrt nach Kamado, da dies auch der Familienname der Hauptfigur der Geschichte, Tanjiro Kamado, ist. „Demon Slayer: Kimetsu no Yaiba“ ist der aktuell meistverkaufte Manga in Japan, der bereits äußerst erfolgreich auch als Anime umgesetzt wurde und sich jetzt über seine erste Theater-Adaption freuen kann. Gerade diese Namens-Überschneidung sorgt dafür, dass der Schrein für Fans geradezu zu einem Pilger-Ort avanciert ist.

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Das Heiligtum wurde 644 gegründet und ist vom Bahnhof Dazaifu innerhalb von 10 Minuten mit dem Auto zu erreichen. Der Zeichner von „Demon Slayer„, Koyoharu Gotoge, stammt ebenfalls aus Dazaifu und dürfte den Schrein deswegen selbstverständlich gekannt haben. Dass dieser ihn bei der Namensgebung ein wenig beeinflusst hat, erweist sich bei dieser Überschneidung auch als Selbstverständlichkeit.

Historischer Ort mit neuer Bedeutung

Der Kamado-Schrein ist seit jeher ein Ort, an den Menschen kommen, wenn sie um Liebe beten und Unglück von sich und ihren Lieben abwenden wollen. Ursprünglich diente der heilige Ort dazu, böse Geister von Dazaifu und den umliegenden Regionen abzuwenden. Dieser Kampf gegen böse Geister spielt im Anime ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Verbindung zum Kamado-Schrein zeigt sich auch an einer anderen Stelle, nämlich dem Shugendo. Dabei handelt es sich um eine traditionelle asketische Übung, die auf dem Berg hinter dem Schrein praktiziert wird. Die Menschen, die dieser Tradition anhängen, tragen bei ihren Übungen ebenfalls eine karierte Jacke, wie sie auch Tanjiro in der Reihe fährt.

Schrein-Gebet aus Holz
Gebets-Tafel Bild: Honmangu Kamado

Zu einem japanischen Schrein gehören auch oftmals Ema (Gebetstafeln). Diese werden aufgehängt und sind auf einer Seite leer, damit Besucher dort einen Wunsch niederschreiben können. In Kamado ist diese Seite heute vorrangig mit Fan-Art zu „Demon Slayer“ verziert. Wobei die Palette von kleinen Bleistift-Skizzen bis zu hochwertigen Zeichnungen reicht.

Gleichzeitig hinterlassen auch die Künstler natürlich trotzdem ihre Hoffnungen und Wünsche, viele stehen ebenso in Verbindung mit dem Manga oder dem Anime. In letzter Zeit finden sich selbstverständlich auch Wünsche zur Gesundheit und der Vertreibung des Corona-Virus unter diesen Mitteilungen an die Götter.

SORA

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