Stats

Anzeige
Home News Kultur Japan startet in die Hanami-Saison

Die Präfektur Ehime hält an ihrer Tradition fest

Japan startet in die Hanami-Saison

Die stetig wachsende Anzahl an Corona-Patienten veranlasste einige Kommunen mit dem Gedanken zu spielen, die traditionellen Hanami-Events abzusagen. Es gehört in Japan zur jährlichen Tradition mit Freunden und Familie gemeinsam ein Picknick zu veranstalten und gleichzeitig die Kirschblüte zu genießen. Vor allem Parks und Flussufer sind dann regelmäßig mehr als gut besucht.

Der Gouverneur der Präfektur Ehime erklärte jetzt, dass die Region auf jeden Fall an der Hanami-Tradition festhalten werde. Bei einem Treffen, bei dem die wirtschaftliche Lage der Region besprochen werden sollte, erklärte der Gouverneur, dass er eine generelle Absage nicht plane. Diese Entscheidung würde die sowieso schon kränkelnde Wirtschaft nur weiter belasten.

Verschiedene Meinungen zur Hanami

Anstatt die Feiern abzusagen, habe sich die Präfektur entschieden, in Parks Hinweis-Schilder auszustellen, die darauf hinweisen, nicht in großen Gruppen zusammenzusitzen, Gesichtsmasken zu tagen und die weiteren empfohlenen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Mehr zum Thema:
Kirschblütenzeit beginnt am 16. März in Tokyo und Fukuoka

Die Entscheidung der Präfektur steht in krassem Unterschied zur allgemeinen Haltung in Japan. Premierminister Shinzo Abe rief die Veranstalter auf, Großveranstaltungen abzusagen oder diese zu verschieben, um das Infektionsrisiko zu verringern. Einige Kommunen haben angesichts der aktuellen Entwicklungen bereits die Absage ihrer Hanami-Events geplant.

Die Meteorologische Agentur bestätigte die Eröffnung der Kirschblüten-Saison am Samstag. Dies ist offiziellen Berichten zufolge die früheste Ankunft seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1953, was auf den ungewöhnlich warmen Winter zurückgeführt werden kann. Nach Angaben des Dienstes blühten die Bäume 12 Tage früher als dies im Durchschnitt der Fall wäre. Im Vergleich zum Vorjahr startet die Saison sieben Tage früher.

Tokyo und Kanagawa raten von Kirschblüten-Schau ab

Die Stadt Tokyo und die Präfektur Kanagawa entschieden sich anders. Bereits Anfang des Monats veröffentlichte die Stadtverwaltung von Tokyo eine Erklärung, in der die Einwohner aufgefordert wurden, während der Hanami-Saison Parks und Flüsse zu meiden und dort keine Partys zu veranstalten.

Selbst wer sich die Kirschblüten nur ansehen möchte, wird gebeten dies allein zu tun und auch alle anderen Sicherheitsmaßnahmen im Auge zu behalten. Die Präfektur Kanagawa schloss sich dieser Entscheidung an und gab am Donnerstag ähnliche Regelungen heraus.

Die Reaktionen die Japaner fallen gemischt aus. Viele bedauern den Ausfall der traditionellen Feierlichkeiten, die in den Herzen der Menschen doch immer einen besonderen Platz hatten. Andere wiederum entschieden schon vorher, dass sie den großen Events aus Angst vor dem Virus fernbleiben würden, und nach anderen, ruhigeren Möglichkeiten suchen, um diese besondere Zeit zu erleben.

Eine Umfrage ergab, dass in Tokyo fast 40 Prozent der Leute erklärten, den Hanami-Events ganz fernbleiben zu wollen, 33 Prozent wiederum sagten, dass sie sich andere Möglichkeiten überlegen würden und die Blüten zum Beispiel aus dem Auto heraus genießen.

JT

  • Lesen Sie mehr zum Thema:
  • Tokio
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here

Anzeige