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Ein eiskalter Start ins neue Jahr

Japaner trotzen eisigem Wasser, um bei Shinto-Ritual für eine gute Ernte zu beten

Auch in Kikonai, einer Stadt in der Präfektur Hokkaido, wird zu Beginn des neuen Jahres für eine reiche Ernte und einen guten Fischfang gebetet. Teil des alljährlichen Shinto-Rituals ist hier der Sprung ins eiskalte Wasser.

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Am 15. Januar sprangen vier junge Männer in die eisigen Fluten der Tsugaru-Straße. Um der extremen Kälte zu trotzen, kamen sie in den Tagen vor der Durchführung des Rituals am Samegawa Jinja-Schrein zusammen, um gemeinsam zu trainieren.

Eine alte Tradition

Das winterliche Ritual wurde 1831 das erste Mal durchgeführt. Seitdem ist es ein fester Bestandteil des alljährlichen „Kanchu Misogi Matsuri“-Festivals, das schon zur Edo-Zeit am Samegawa Jinja-Schrein gefeiert wurde.

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Da das Meerwasser zu dieser Jahreszeit extrem kalt ist, trainierten die Männer zunächst an Land. Ab der Nacht des 13. Januar trafen sie sich mehrmals am Schrein, um sich dort wieder und wieder mit kaltem Wasser zu übergießen.

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Während ihres Trainings trugen sie ebenso wie beim eigentlichen Ritual nicht mehr als einen einfachen Lendenschurz.

Vier Gottheiten

Als die vier Männer am 15. Januar vor den Augen der gespannten Zuschauerschaft ins Meer sprangen, war das Wasser nicht wärmer als 5 Grad Celsius.

Während des Rituals trugen die Männer vier Kultgegenstände bei sich, die die Götter Benzaiten, Inari, Yama-no-kami und Betto repräsentierten.

Eine 32-jährige Einwohnerin der Stadt, die mit ihren Kindern vor Ort war, kommentierte: „Ich sehe mir (das Ritual) jedes Jahr an, aber ich war dennoch sehr bewegt. Ich bin froh, dass ich meinen Kindern diese Tradition zeigen konnte.“

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